Die Transition Town Bewegung ist eine länderübergreifende Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiative

Die Transition Town Movement ist eine Bewegung für Orte im Wandel.

  • Welcher Wandel? Die Transition Town Bewegung bemüht sich um eine neue zukunftsfähige Lebensweise in Städten.
  • Was zeichnet die Bewegung aus? Es geht darum, daß Menschen sehen, was gerade wichtig für sie dort ist, wo sie leben, wo sie etwas tun und verändern wollen, und welche Möglichkeiten sie dafür im regionalen Umfeld haben.
  • Was unterscheidet sie von anderen Initiativen? Transition ist ein praktischer Ansatz, der mit Herz gefüllt ist.

Transition-Netzwerk sollen Wissens-, Referenten und Multiplikatoren-Pools zu ökologischen, sozialen und ökonomischen kommunalen Wandelprozessen sein.

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Initiator der Transition Bewegung – Rob Hopkins

Die Säulen der Bewegung 

  • Wir sind inspiriert von der Permakultur und ihren Prinzipien (z.B. Nutze und schätze die Vielfalt, beobachte und interagiere, verstehe die Selbstregulation und wende sie an).
  • Zugleich hat die Transition Bewegung eine ganzheitliche Sichtweise. Wir leben den äußeren wie auch den inneren WandelTiefenökologie, Gewaltfreie Kommunikation und Dragon Dreaming sind einige hilfreiche Werkzeuge des Wandels.
  • Auch neue wirtschaftliche Konzepte u.a. aus der Postwachstumsökonomie, der Gemeinwohlökonomie oder der Solidarischen Ökonomie fließen in unsere Projekte ein.
  • Die Förderung von Individualität und Gemeinschaftsbildung sind  zentrale Säulen unserer Arbeit. Unsere Grundhaltung, unsere Werte und Prinzipien legen wir in der Transition Charta dar.

Beispiele zu Themen und Projekten, die die Transition Bewegung mit trägt und realisiert:

  • Projekte für Nachhaltige Lebensstile zur Förderung des Klimaschutzes und Minimierung des Ressourcenverbrauchs
  • Repaircafés & Upcycling-Projekte
  • Gemeinschaftsgärten & Urban Gardening & Projekte zur Essbaren Stadt
  • Volksküche & weitere Projekte zur Ernährungs-Souveränität
  • Tiefenökologie & Innerer Wandel
  • Solidarische Landwirtschaft & Slow Food
  • REconomy –Projekt zur Relokalisierung der Wirtschaft & weitere alternative ökonomische Konzepte (wie Postwachstums- und Gemeinwohl-Ökonomie)
  • Konzepte zur Alternativen Mobilität
  • Transition Theater & Kultur des Wandels-Projekte

Aufbau und Ausbau von Transition Town Initiativen: Transition Trainings

Zur Gründung und Fortentwicklung von Transition Town Initiativen bieten unsere Transition Trainer*innen spezifische Trainingsmodule und individuelle Transition Trainings („Werkzeuge des Wandels“) an.

Philosophie: Transition Charta 

Ein wesentliches Kennzeichen von Transition Initiativen ist nicht nur, welche Projekte wir „Einfach. Jetzt. Machen.“, sondern mit welcher Haltung und welcher Sicht auf die Welt wir es tun. Zusammengefasst findest du die Punkte in unserer deutschen Transition Charta, die ein kleines Team in einem intensiven Prozess erarbeitet hat.

Selbstverständnis

Wir verstehen uns als Teil der weltweiten Transition Bewegung. Transition bedeutet Übergang oder auch Wandel. Die Transition Bewegung ist ein selbstlernendes Netzwerk, das den Wandel zu einer lebensbejahenden, nachhaltigen und gerechten Gesellschaft mit Kopf, Herz und Hand angeht. Wir gehen davon aus, dass in jedem Menschen der Wille zum Guten, die Kraft und die Kreativität für den Wandel steckt. Unsere Bewegung lebt von dem gemeinsamen Experimentieren, Austauschen und Lernen..

Werte

  • Achtsamer Umgang mit der Erde
  • Achtsamer Umgang mit den Menschen
  • Gerechtes Teilen

Ziele

Um diese Werte zu leben, setzen wir uns für einen umfassenden Gesellschafts- und Kulturwandel ein. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, die die Menschenrechte der heutigen und der zukünftigen Generationen achtet, die wertschätzend und friedlich ist.

Wir möchten genügsam und klimafreundlich leben, weniger abhängig von nicht erneuerbaren Rohstoffen und resilienter, das heißt widerstandsfähiger und anpassungsfähiger sein. Wir möchten die Menschen dafür begeistern, ermutigen und unterstützen, eine positive Zukunftsvision zu entwickeln und diesen Wandel selbst zu gestalten. Die Lösungen und Ideen zur Umsetzung der Vision sind vielfältig.

Strategien

  • Bedürfnisorientiert – wir fragen, was wir für ein gutes Leben und für den Wandel brauchen.
  • Selbstermächtigend – wir befähigen uns als Bürger*innen, Gruppen und Gemeinden, diesen Prozess selbst in die Hand zu nehmen.
  • Ganzheitlich – wir gestalten den Wandel mit dem Kopf auf der Ebene des  Bewusstseins, mit dem Herz auf der Ebene der Gefühle und mit der Hand  durch praktisches Tun.
  • Achtsam – wir gehen davon aus, dass wir für den äußeren Wandel einen inneren Wandel brauchen. Wir können nur für die Erde sorgen, wenn wir auch für uns selber sorgen.
  • Optimistisch – eine wichtige Grundlage unserer Arbeit ist die Entwicklung von positiven Zukunftsvisionen.
  • Selbstwirksam – wir nutzen die Kraft des Handelns, um das Vertrauen in unsere Fähigkeiten und unsere Wirksamkeit zu stärken.
  • Gemeinschaftlich – wir gehen davon aus, dass wir gemeinsam mehr erreichen können als alleine, zum Beispiel in unseren Initiativen, in den Nachbarschaften und auch mit anderen Gruppen und Netzwerken.
  • Vielfältig – uns ist es wichtig, die Vielfalt zu fördern, darunter verstehen wir Vielfalt des Lebens, der Menschen, der Wege und Lösungen für den Wandel
  • Resilient – wir möchten unsere Widerstandsfähigkeit (Resilienz und Anpassungsfähigkeit) zu verbessern und zwar in allen Bereichen. Dazu gehören eine sinnvolle Re-Lokalisierung der Energie- und Nahrungsversorgung

Herangehensweise

  • Einladend und inklusiv – wir heißen jede/n willkommen.
  • Eigenverantwortlich – wir gehen davon aus, dass jede/r an ihrem und seinem Ort etwas tun kann, und jede/r etwas beizutragen hat.
  • Verbindend – wir schaffen Gelegenheiten und Räume, damit Menschen mit sich selbst und ihrer Mitwelt wieder mehr in Verbindung treten können.
  • Tatkräftig – Wir entwickeln auf der Basis von positiven Zukunftsvisionen konkrete Projekte vor Ort und fangen schon mal an, sie umzusetzen.
  • Einfühlsam – wir unterstützen Einfühlung und Mitgefühl durch Erkenntnisse und Übungen aus u.a. der Psychologie des Wandels und der Tiefenökologie.
  • Ermutigend und vertrauensbildend – wir nutzen Werkzeuge und Methoden, um den Zusammenhalt und das Wohlbefinden in Gruppen zu fördern. Dazu gehört Zeit zum Träumen, Planen, Tun, Feiern und Würdigen von Erfolgen und Fehlern.
  • Kooperativ – Wir kooperieren mit Initiativen aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft, die den Gesellschaftswandel unterstützen wollen.

Platz: Transition als Teil einer Weltbürger_innenbewegung

Wir verstehen uns als Teil einer weltweiten Graswurzelbewegung, die sich für Klima- Gerechtigkeit, Menschenrechte, Ressourcen- und Umweltschutz einsetzt. Gegenüber Parteien und Religionen sind wir neutral. Wir wertschätzen die Arbeit anderer Initiativen, dazu gehören zum Beispiel:

Ziele und Inhalte des Projektes „Lernendes Transition-Netzwerk“

  • Wie gelingt der Wandel? Die meisten Transformationsmodelle wie bspw. das der Multi-Level-Perspektive nach Frank Geels(link is external) oder auch das Transformationsmodell des WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen)(link is external) besagen: Eine große Transformation passiert, wenn diverse Aktionen und Projekte sich auf unterschiedlichen Ebenen ereignen – natürlich zum richtigen Zeitpunkt und gekoppelt mit Ereignissen und Schicksalsschlägen. 
  • Die Transition-Bewegung, die sich seit 2010 auch im deutschsprachigen Raum sukzessive ausbreitet, kann zu dieser großen Transformation einen entscheidenden Beitrag liefern, denn sie bietet einen wahrhaften Schmelztiegel an Veränderungsprojekten. Gleichzeitig ist Transition-Projekten wohl zu Eigen, dass sie sowohl gemeinschaftsstiftend wirken wie auch eine wertschätzende Kommunikation fördern. 
  • Die Vielfalt an Transition-Projekten, die sich seit 2010 auch in Deutschland entfaltet, hat dazu geführt, dass sich im Umfeld der Transition Initiativen diverse Expert*innen bewegen, die sich zu ganz spezifischen Transformationsaspekten Wissen aneignet haben. Zum anderen sind Transition-Projekte gerade wegen ihrer Diversität oft nicht ausreichend sichtbar – auch weil sie sich eher auf das Projekt an sich konzentrieren anstatt es aufzubereiten und zu kommunizieren. 
  • Das Projekt „Aufbau eines Wissens-, Referent*innen und Multiplikator*innenpools zu ökologischen, sozialen und ökonomischen kommunalen Wandelprozessen“ trägt dazu bei, sowohl die Expert*innen und die Projekte systematisch und attraktiv sichtbar zu machen als auch sie mit weiteren Akteur*innen der Transformation (Kommunen, Verbände und verwandte Initiativen etc.) zu verbinden.

Zitierquelle: https://www.transition-initiativen.de/projekt-lernendes-transition-netzwerk

Ressourcen: