Das Besprechen, Raten (von „Rat geben“), Beschreien, Böten

und ähnliche, landschaftlich verschiedene Bezeichnungen für die vermutlich älteste Heilkunst der Welt.

Früher fand man in jedem Dorf eine Hexe oder eine weise Frau, die die Gabe hatte, Krankheiten und Warzen durch das Aufsagen von Gebeten oder Sprüchen zu heilen.

Aber diese Gabe ist nichts Besonderes. Vermutlich haben alle Menschen diese Gabe als latente Veranlagung. Aber genauso wie jeder Mensch Autofahren oder Singen kann, ist nicht jeder ein Meister bzw. hat nicht jeder Interesse an dieser Tätigkeit. Während meiner langen Jahre als Heiler und Reiki-Lehrer habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass jeder, der sich für diese Heilkünste interessiert, auch die Fähigkeit hat, sie anzuwenden.

Traditionell wurden die Sprüche und Gebete, die über einer Wunde, Krankheit, Warze usw. gemurmelt wurden, geheim gehalten. Und auch heute noch wird kaum eine BesprecherIn oder Hexe ihre ureigensten Sprüche preisgeben, es sei denn, an ihre NachfolgerIn, die meist direkte familiäre Nachfahren sein müssen.

Leider greift das „wissenschaftliche Denken“ immer mehr um sich, und so werden in manchen Familien der Wunsch, eine solche Familientradition weiterzuführen, bald ausgestorben sein, andererseits haben die Menschen, die sich für die Kunst des Besprechens interessieren, keine Möglichkeit, die Sprüche für die verschiedenen Krankheiten und Beschwerden kennenzulernen.

Quelle: Esotericon.de

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