Die Ganotherapie stützt sich auf die Behandlung mit Hilfe des Pilzes Ganoderma Lucidum.

Dabei gibt es unterschiedliche Methoden zur Verwendung dieses natürlichen Heilmittels für die Aktivierung heilender Kräfte, für die Lebenserhaltung und für die Regenerierung.

Ganoderma (Reishi, Ling Zhi) – König der Heilpilze

Im europäischen Raum hat der Reishi erst in den letzten Jahren starke Beachtung erlangt. In der chinesischen und japanischen Volksmedizin dagegen wird er bereits seit mehr als 4000 Jahren hoch geschätzt und gehört somit zu den ältesten Naturarzneien der Menschen. Er gilt in Asien als “Jungbrunnen” — und als Symbol des Glücks und eines langen Lebens ist der Pilz auf vielen Zeichnungen, Teppichen sowie auf chinesischem Porzellan abgebildet. Reishi wird von vielen Experten als “König der Kräutermedizin” bezeichnet und oberhalb von Ginseng eingestuft. Auch im Orient wird der Reishi verehrt. Als Talisman soll er die Menschen und ihren Besitz vor Unglück schätzen.

Glänzender Lackporling (Ganoderma lucidum)

Foto: Wikipedia: Glänzender Lackporling (Ganoderma lucidum)

In China ist Reishi der “Pilz der Unsterblichkeit”

Ganoderma lucidum ist sein wissenschaftlicher Name, Reishi heißt er in Japan, die Chinesen nennen ihn Ling Zhi und im deutschsprachigen Raum wird er Glänzender Lackporling bezeichnet. Dieser Name weist darauf hin, welch überaus hohe Wertschätzung diesem Pilz entgegengebracht wurde und wird. In seinem Buch “Ling Zhi. König der Heilpilze”  erläutert Frank-Daniel Schulten die Bedeutung der beiden Zeichen Ling und Zhi. Das Zeichen “Ling” steht u.a. für “Weiser Mann” und für “beten” und kann mit “spiritueller Macht”interpretiert werden. Das Zeichen “Zhi” steht für “Kraut”, auch für“Speise für den Kaiser” oder auch für “Pilz, der auf Bäumen wächst”. Es wurde im alten China für Substanzen verwendet, die man zur Herstellung von Lebenselixieren benutzte. Etwa ab dem 11. Jahrhundert erscheint der Begriff “Ling” im Zusammenhang mit dem des “Zhi” und setzte sich allmählich in den Bedeutungen wie “göttliches Heilkraut”, “Göttlicher Pilz der Unsterblichkeit”, “Zehntausendjahrealt-Pilz”, “Pilz der Weisen”oder einfach nur “wundersamer Pilz” in den Köpfen der Menschen fest, denn dem Pilz wird nachgesagt, ein langes Leben zu erhalten. Dies trifft auf ihn selbst auf jeden Fall zu, denn Reishi verrottet nicht und verliert auch seine Form beim Trocknen nicht. “Gesundheit und die Langlebigkeit eines Gottes” soll er aber vor allem demjenigen bringen, der ihn über lange Zeit zu sich nimmt.

Reishi hat ein auffälliges Aussehen

Schon sein Äußeres ist imposant – und sicherte dem Pilz sogar schon so manches Mal einen dekorativen Platz in einem Blumenarrangement! Beim jungen Pilz wächst der Stiel wie ein Finger bis zu einer Länge von ca.15 cm aus dem Substrat, verzweigt sich schließlich und bildet einen oft nierenförmig geformten Hut. Anfänglich hellgelb färben sich Stiel und Hut allmählich tief dunkelrot. Wirklich beeindruckend aber ist sein glänzendes, lackiert wirkendes Aussehen! Daher kommt der deutsche Name “Glänzender Lackporling”. Der Pilz wächst auch in unseren Breiten. Man findet ihn in Laubwäldern und in Gärten an Stämmen von Eichen, Buchen, Kastanien, Erlen oder an Kirsch- und Pflaumenbäumen. Er ist bei uns aber außerordentlich selten. Doch auch in seinem hauptsächlichen Verbreitungsgebiet, den feuchten Küstenregionen Chinas, ist er rar. Das erklärt sich aus der schweren Sporenkeimung. Die Sporen sind extrem hart und keimen nicht so schnell wie die anderer Pilze. Sie stellen ganz besondere Anforderungen an die Luft, die Temperatur und die Feuchtigkeit. Seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts können optimale Bedingungen für die Keimung im Labor gewährleistet werden. Nun konnte der Reishi, der bis dahin nur einer begüterten Schicht in Asien zur Verfügung stand, in größeren Mengen angebaut und damit vielen Menschen zugänglich gemacht werden. Im Jahre 1997 betrug die Weltjahresproduktion bereits über 4000 Tonnen. Das bedeutet, dass etwa 4 Millionen Menschen regelmäßig Reishi bzw. seine Produkte konsumieren können. Dabei ist Reishi kein kulinarischer Pilz. Das Fleisch ist holzig hart und schmeckt bitter. Der Pilz wird überwiegend für Naturheilzwecke, also für die Verarbeitung zu Vitalpilzprodukten angebaut. Denn nicht das ungewöhnliche Äußere macht seinen wirklichen Wert aus – entscheidend ist, was er unter seinem Hut hat!

Wichtige Inhaltsstoffe des Reishi

Reishi enthält Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe, essenzielle Aminosäuren und sekundäre Inhaltsstoffe mit hoher Bioaktivität in einer einzigartigen Kombination. Zwei Stoffgruppen sind jedoch von besonderer Bedeutung. Zum einen sind es die Polysaccharide des Reishi, denen eine immunstabilisierende und tumorhemmende Wirkungnachgewiesen werden konnte. Die Polysaccharide aktivieren das menschliche Immunsystem, stärken und stabilisieren die Abwehrkräfte und erhöhen die Fähigkeit des Körpers, sich mit den vielfältigen Belastungen der Umwelt erfolgreich auseinanderzusetzen. Bereits dadurch können viele Wirkungen des Pilzes vom Mittel zur Stärkung bis hin zum Einsatz in der Krebstherapie erklärt werden. Zum anderen sind es die Triterpene, die nach bisher vorliegenden Erkenntnissen anti-bakteriell und entzündungshemmendsowie leberschützend wirken, den Blutdruck, den Blutzucker und das LDL-Cholesterin senken und die Histaminfreisetzung hemmen. Für Biochemiker und Pharmakologen ist der Reishi ein biologisches “Kraftpaket”. Längst hat es nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben und von zukünftigen Forschungen sind mit Sicherheit viele weitere interessante Ergebnisse zu erwarten.

Reishi lindert viele Beschwerden

Die Liste der Krankheiten und Beschwerden, bei denen sich Reishi traditionell als Naturheilmittel bewährt hat, ist lang.

Reishi erwies sich immer wieder hilfreich bei

  • Leber- und Nierenleiden,chronischer Bronchitis und Asthma,
  • Allergien,
  • Bluthochdruck,
  • Erschöpfung, chronischer Müdigkeit
  • Fettstoffwechselstörungen,
  • Infektionen und Entzündungen aller Art,
  • Diabetes,
  • Magen- und Darmgeschwüren,
  • Herz-Kreislauferkrankungen,
  • Schlaflosigkeit,
  • Krebserkrankungen, auch deren Vor- und Nachsorge,
  • Wechseljahres- und Altersbeschwerden,
  • Hauterkrankungen,
  • Nervenschwäche, Ängste und Depressionen,
  • Fibromyalgien und Schmerzen aller Art.

Herausragend sind jedoch die Potenzen des Pilzes als allgemeines Stärkungsmittel und sein Einfluss auf die Vorbeugung und Vermeidung von Krankheiten!

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen wichtige Eigenschaften des Vitalpilzes

Nachdem die Kultivierung des Reishi gelungen war, begann man umfangreiche biochemische und pharmakologische Untersuchungen zu den Inhaltsstoffen des Pilzes und ihren medizinischen Wirkungen durchzuführen. Inzwischen bestätigen zahlreiche klinische Studien die in der traditionellen Anwendung in vielen Jahrhunderten gesammelten Erfahrungen mit dem Pilz. Sie belegen eindrucksvoll, dass der Reishi-Pilz Heilungsprozesse effektiv unterstützen kann und dass er Erkrankungen wirkungsvoll vorbeugt. Stellvertretend für die vorliegenden Studien soll hier jene angeführt werden, die Professor Jan Lelley in seinem Buch “Die Heilkraft der Pilze” hervorhebt. So wurde in sieben chinesischen Krankenhäusern die Wirkung des Glänzenden Lackporlings sowohl auf den Cholesterinspiegel als auch auf das Herz-Kreislaufsystem untersucht. Bei 68% der Patienten konnte eine Verringerung des LDL-Cholesterins erreicht werden, nachdem ihnen 1 bis 4 Monate lang Reishi verabreicht worden war. 90% der Behandelten litten zugleich an Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Bei mehr als drei Viertel dieser Kranken zeigte die laufende Überprüfung mit Hilfe eines EKG eine erhebliche Verbesserung ihres Zustandes.

Nach wie vor stammen die meisten Studien zum Reishi aus Asien und den USA. Nach anfänglicher großer Skepsis schützt man inzwischen jedoch auch in der modernen westlichen Schulmedizin und Naturheilkunde die vorzüglichen Eigenschaften des Vitalpilzes.

Reishi wirkt nachweislich

  • Immunsystem und Herz stärkend Leber schützend
  • antiallergisch
  • antibakteriell
  • antioxidativ und entgiftend
  • Tumor hemmend
  • Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin senkend
  • anregend und Leistung stärkend
  • harmonisierend.

In Deutschland nutzen inzwischen hunderte naturkundlich orientierte Ärzte und Heilpraktiker den Reishi als universelles Naturheilmittel, um vielen Beschwerden und Erkrankungen erfolgreich zu begegnen. In Japan ist der Reishi-Pilz als Medikament in der Krebstherapie zugelassen.

Reishi als Nahrungsergänzungsmittel

Es ist nur zu empfehlen, Reishi regelmäßig als Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen!

Vom Reishi gibt es u.a.

  • loses Pilzpulver: zum Würzen oder für die Zubereitung von Tee (in Österreich erhältlich bei Querbeet),
  • Pilzpulver in Tablettenform: als Nahrungsergänzungsmittel zur Vorbeugung und zur Behandlung verschiedener Beschwerden,
  • Extrakt in Zellulosekapseln: für therapeutische Zwecke bei einigen ernsthaften Erkrankungen.

Reishi ist auch Bestandteil spezieller Vitalpilzmischungen, die z.B. für das Alter ab 40, für sportlich Aktive, für Ruhelose oder auch zur Erreichung des persönlichen Idealgewichtes zusammengestellt worden sind. Einige Studien zeigen, dass sich mit gleichzeitiger Einnahme von Vitamin Cdie Wirkung des Reishi verbessern kann. Bewiesen ist das nicht, allerdings wird deshalb oft empfohlen, moderate Mengen des Vitamins zusammen mit dem Reishieinzunehmen.

Als Besonderheit bei diesem Vitalpilz ist noch anzumerken, dass gerade auf den Reishi die Menschen sehr unterschiedlich reagieren. Bei manchen tritt selbst bei einer Dosis von 3 mal 2 Kapseln des Extraktes kaum eine Veränderung ein, bei anderen genügt bereits eine einzige Kapsel, um chronischem Blutdruck zu begegnen.

TextDr. agr. Susanne Ehlers,  www.naturheilpraxis-am-wald.de

Die Ganotherapie

https://youtu.be/4NvaK_N0crc

Bezugsquelle: 

http://woba.myorganogold.com/de-de/nutraceuticals/

 

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