Verschwinden unsere alten Bäume und nationalen Symbole?

Eichen, die deutsche Eiche, Eichenwald und Eichenlaub

  • Die Eiche ist als der deutsche Nationalbaum bekannt und seit Jahrhunderten ein nationales Symbol.
  • Eichen wurden in früheren (Natur-)Religionen selbst als Götter verehrt oder als deren Symbol und Wohnsitz. Unter den Baumkronen von Eichen fanden Gottesdienste statt, lange bevor es Tempel und Kirchen gab.
  • Schon den Germanen galt die Eiche als heilig und versinnbildlichte Schutz und Stärke. Sie nannten den Baum „Fürst der Wälder“.
  • Eichen und Linden sind auf dem Gebiet der Deutschen verbreitet: „Ist die Eiche Sinnbild deutscher Kraft, so ist die Linde ein Symbol deutscher Heimatliebe.“ („Fränkische Anzeiger“, 2.6.1939)
  • Die Eiche und der Eichen-Wald waren Gegenstand der deutschen Literatur (Gedichte, Märchen, Sagen) und Kunst (Lieder, Filme)
  • Das Holz der Eiche wurde verwendet im Handwerk (Häuser, Türen, Fenster, Möbel), Eichen-Fässer für Cognac, Whisky und Rotwein und die Gerbstoffe zum Gerben von Leder.
  • Das findet sich auch auf zahlreichen Wappen deutscher Gemeinden (Wappen) oder in den Namen von Hotels, Restaurants oder Sportvereinen wieder.
  • „Mit der Reichsgründung 1871 und dem Gefühl nationaler Einheit zog das Eichenlaub in die deutsche Symbolsprache ein. Auf deutschen Ehrenmalen, Kränzen, Hoheitszeichen, Orden und dergleichen diente es in ähnlicher Form wie Zweige des Lorbeerstrauches.“ (Wolf Stegemann)
  • Symbol für die Ewigkeit (ein Eichenleben überdauert 30 Generationen)
  • Symbol für Ruhe und Frieden, friedliche Lösungen, Recht: Nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges (1870 – 1871) pflanzte man überall in Deutschland Friedenseichen – in der Hoffnung, daß der Frieden zwischen den Ländern so lange erhalten bleiben möge, wie ein Eichenbaum lebt.
  • Viele (gewünschte) Merkmale des deutschen Volkes wurden auch propagandistisch von der Eiche abgeleitet: „wie die deutsche Eiche
  • Stellvertretend für die Eiche, steht auch der ,,Deutsche Wald“ als ein Symbol des Deutschtums, „als Metapher und Sehnsuchtslandschaft seit Anfang des 19. Jahrhunderts“, der tief in der deutschen Seele, Geschichte, Kultur und Identität verankert ist.

Bildquelle: Claus Ableiter – Die 1000-jährige Eiche in Bad Blumau gilt als älteste Eiche Europas.

Die Eichenbäume

»… Aber ihr, ihr Herrlichen,
steht wie ein Volk von Titanen
In der zahmeren Welt und gehört
nur euch und dem Himmel,
Der euch nährt und erzog,
und der Erde, die euch geboren.
Keiner von euch ist noch in die
Schule der Menschen gegangen,
Und ihr drängt euch, fröhlich und
frei, aus der kräftigen Wurzel,
Untereinander herauf und ergreift,
wie der Adler die Beute,
Mit gewaltigem Arme den Raum,
und gegen die Wolken
Ist euch heiter und groß
die sonnige Krone gerichtet.
Eine Welt ist jeder von euch,
wie die Sterne des Himmels
Lebt ihr, jeder ein Gott,
in freiem Bunde zusammen …«

(Friedrich Hölderlin)

 

Mythologie, Bedeutung und Wesen der Eiche

DER GUTE MANN, DIE GUTE FRAU:

  • Kraft, Ausdauer und Härte.
  • Dauer, Beständigkeit und geduldiges Reifen.
  • Der Druide.
  • Sibia, die Gemahlin des Thor.
  • Schutz von höchster Ebene.

Die Eiche gilt als Hauptbaum des Keltischen Baumalphabets. Der Eichenkult soll vor etwa 3.500 Jahren von der Ostsee nach Britannien gekommen sein, die druidische Religion beruhte auf dem Kult um die Heilige Eiche. Ihr Name im Keltischen war DUIR, der Buchstabe D. (irlandnews.com)

Die Stieleiche ist mehr Sonnenbaum („Guten Mann“, ein Name der Kelten für den Gott Dagda), während die Traubeneiche eher Mondbaum („Gute Frau“, „weise Frau des Dorfes“) ist.

Die Druiden kletterten in die Eichenkronen und ernteten die Mistel, einen Halbschmarotzer, dem man magische Schutz- und heilende Abwehrkräfte zusprach.

Der kräftige Stamm und die machtvolle Krone bieten dem Magier auf seinem Weg nach Vervollkommnung Schutz und Ruhe von höchster Stelle – von Dagda, der „Gute Gott“, Erdgott und Gott des Waldes, der grünen Welt.

Die Eiche steht demnach für die körperliche Ebene und Sexualität der Menschen, die niemand auf seinem spirituellen bzw. magischen Weg auslassen kann. „Die Eiche und Dagda unterstützen die Auseinandersetzung des Suchenden mit all den physischen und materiellen Dingen im Leben, die es ganz und gar anzunehmen und erst dadurch zu überwinden gilt.“ (Elmar Woelm: Mythologie, Bedeutung und Wesen unserer Bäume, S. 47 )

Die Kelten feierte ihre Feste der Sommersonnenwende und Beltane bei den Eichen.

Das Geistwesen Dryade bewohnt den Eichenbaum.  Nach dem englischen Baummagier Dusty Miller ist Dryade „stark, zuverlässig und vertrauenswürdig. Sie hält sich genau an das, was ihr gesagt wurde.“  (Elmar Woelm: Mythologie, Bedeutung und Wesen unserer Bäume, S. 47 )

Die Kommunikation mit Bäumen (wie auch das Sprechen mit Pflanzen) hat eine uralte Tradition!

Die mehrtägige Ratsversammlungen keltischer Stämme hieß „Thing“. Diese wurde stets unter Heiligen Eichen (oder Linden) unter Leitung der Clanführer und Druiden, den „Eichenpriestern“ (siehe auch hier die Verbindung zu Duir), durchgeführt. Der zeremonielle Ablauf und der Wille (einschließlich Rechtssprechung) wurde solange verhandelt, bis man zu einem Ergebnis kam, das für alle be-fried-igend war. Diese politischen Gerichts-  und  Heeresversammlungen  des  Volkes zeugten von einer hochentwickelten Kultur.

„Wohl die berühmteste germanische Eiche ist die Donareiche „Irminsul“, die Bonifatius im Jahre 723 im Zuge der Christianisierung gefällt hat. Sie war dem Gott des Krieges und der Gewitter (Thor, Donar) gewidmet und eines der wichtigsten Baumheiligtümer der Germanen. Das Fällen dieser heiligen Eiche war für die Germanen ein unglaublicher Frevel, und da dies möglich war, ohne dass Bonifatius von den Göttern bestraft wurde, brach er, wie beabsichtigt, die Kraft der vorchristlichen Religionen und leitete eine deutliche Wende zum Christentum ein. Wegen seiner rücksichtslosen und teilweise wohl recht brutalen Missionierungsmethoden soll Bonifatius später von den Germanen erschlagen worden sein.“ (Elmar Woelm: Mythologie, Bedeutung und Wesen unserer Bäume, S. 47 )

Eichen wachsen vorrangig auf Kreuzungen von unterirdischen Wasserläufen und Verwerfungen beziehungsweise Energielinien (Leylines) der Erde.

„Berge wirken auch als natürliche Kraftort, die kosmische Energien aufnehmen können. Besonders die großen Bäume sind gewissermaßen bipolare Energieplätze mit der Baumkrone mit Allschaltung (Runenzeichen) als kosmischen Sender und den Erdwurzeln als terrestrischen Energieempfänger. Bei den Sachsen waren deshalb die alten Eichen von zentraler Bedeutung für ihre Verbundenheit mit dem Vater Himmel wie auch mit der Mutter Erde. Menschen fühlen sich auch heute in der Nähe dieser alten Bäume wohl und energetisch ausgeglichen. Auch der Mensch sollte sein Wurzelchakra (1. Chakra) zur Erde und sein Kronenchakra (7. Chakra) zum Himmel intakt halten und pflegen und ist also energetisch wie ein Baum aufgebaut.“ (Die Leylines der Erde transportieren Lebensenergie) 

Die Deutschen, der Wald und die Bäume 

Es gibt wenige “Massensymbole“, die eine jede Nation von Menschen verbindet und zusammenschweißt. Hinsichtlich der Deutschen beobachtet Elias Canetti:

»Das Massensymbol der Deutschen war die Armee. Aber die Armee war mehr, als nur eine Armee – es war der marschierende Wald. In keinem anderen modernen Land hat das Empfinden zum Wald sich so erhalten, wie in Deutschland. Die gleichmäßige Unnachgiebigkeit der ausgewachsenen Bäume in ihrer Dichte und Zahl füllen das Herz des Deutschen mit tiefer und mysteriöser Freude. Bis zum heutigen Tag liebt er es, tief in den Wald zu gehen, wo seine Vorväter lebten; er fühlt sich Eins mit den Bäumen.

Die ordentliche Trennung und Hervorhebung des Vertikalen unterscheiden diesen Wald von dem in den Tropen, wo die Schlingpflanzen in alle Richtungen wachsen. In tropischen Wäldern verlieren sich die Augen im Vordergrund. Er ist eine chaotische und undeutliche Masse des Wachstums, voller Farben und Leben, die effektiv jedwedes Gefühl von Ordnung oder gar Wiederholung ausschließt.

Die Wälder der gemäßigten Zone andererseits, haben einen augenfälligen Rhythmus. Das Auge bewegt sich entlang Linien von klar sichtbaren Bäumen in einer gleichmäßigen Distanz voneinander. Jeder einzelne Baum ist stets größer als ein Mensch und wächst, bis er zum Giganten wird. Die Standfestigkeit hat sehr viel gemein mit den Tugenden eines Kriegers. Bei einem Baum gleicht die Rinde einem Kettenhemd. In einem Wald, in dem viele gleichartige Bäume wachsen, macht es eher den Eindruck der Uniformen einer Armee.

Für den Deutschen, obwohl er sich dessen sicher nicht bewusst ist, ergänzen sich Armee und Wald in jedweder Hinsicht. Was für andere die Trostlosigkeit und Kargheit der Armee zu sein scheint, vermittelte dem Deutschen das Leben und den Glanz des Waldes. Er fürchtete sich nie darin, er fühlte sich beschützt, als einer unter vielen anderen. Für ihn war die Unnachgiebigkeit und Geradheit der Bäume sein eigenes Gesetz.

Der Junge, der aus der Gefangenschaft zuhause in den Wald floh und dachte, er sei dort alleine und in der Lage zu träumen, erhoffte sich in Wirklichkeit die Aufnahme in die Armee. Im Wald fand er andere, die auf ihn warteten; ehrlich, treu und aufrecht, wie er selbst sein wollte. Jeder wie der andere und jeder wächst geradewegs nach oben – und trotzdem durchaus unterschiedlich in Höhe und Stärke.

Der Effekt dieser frühen Wald-Romantik der Deutschen darf niemals unterbewertet werden. Er hat ihn aus zahllosen Gedichten und Liedern absorbiert und der Wald, der dort drin auftaucht, wird oft der “Deutsche“ genannt.

Der Engländer stellt sich selbst gerne auf See vor, der Deutsche im Wald. Es ist unmöglich den Unterschied ihres Nationalgefühls in weniger Worten auszudrücken.«

(aus Crowds and Power, zitiert bei http://n8waechter.info/2015/10/deutschland-gegen-sich-selbst/)

 

Im engeren Sinne steht also die Deutsche Eiche als nationales Symbol.

Symbolik der Eichen (Wikipedia)

„Eichenzweig“ (Rückseite der letzten deutschen Pfennigstücke): Symbol für die Ewigkeit (ein Eichenleben überdauert 30 Generationen) 

„Eichenbaum“ ist in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert typischer deutscher Wappenbaum; insbesondere von Klopstock beförderter deutscher Nationalbaum 

„Doppeleiche“: Symbol für die Einheit Schleswig-Holsteins. In vielen Dörfern des Landes wurden um 1900 Doppeleichen, das heißt zweistämmige Eichen, gepflanzt. Im Schleswig-Holstein-Lied heißt es: Teures Land, du Doppeleiche, unter einer Krone Dach. 

„Eichenlaub (Eichenzweig)“: 

Ornament in der Gotik

Bestandteil von militärischen Rang- oder Ehrenzeichen:

Schulterstücke der Stabsoffiziere und Generale der deutschen und vieler anderer Armeen.

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

Barettabzeichen der Jägertruppe der Bundeswehr (leichte Infanterie)

Uniformzeichen der Absolventen des Einzelkämpferlehrgangs der Bundeswehr 

Bestandteil deutscher Münzen

50-Pfennig-Stück 1949

BRD: 50-Pfennig-Stück 1949

Vorderseiten vieler Münzen der Goldmark, Reichsmark, Mark der DDR und Deutschen Mark

Rückseiten der Pfennigstücke der Deutschen Mark (1–10 Pfennig Eichenlaub, 50 Pfennig Eichen-Pflanzerin)

Rückseiten der deutschen Euromünzen zu 1, 2 und 5 Cent. 

 

„Eicheln“: Blattfarbe im Deutschen Blatt und im Schweizer Blatt (Kartenspiel) 

„Eichenkranz“:

Bürgerkrone im Römischen Reich

Aufhängung des finnischen Ordens des Freiheitskreuzes

Parteiabzeichen der NSDAP; der Adler als Hoheitszeichen hielt einen Eichenkranz in den Fängen

Umfassung der Barettabzeichen der Bundeswehr 

„Friedenseiche“

Friedenseichen wurden in Deutschland an vielen Orten als Symbol gepflanzt, insbesondere nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870–1871. 

Widerstands-Eiche

Beispiel: Als am 30. Mai 1989 der Baustopp der Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf bekannt gegeben wurde, pflanzte man in Pfreimd als Symbol für eine „unverstrahlte“ Zukunft eine Widerstands-Eiche. 

„Olympia-Eiche“

Anlässlich der Siegerehrung der Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Sommerspielen 1936 wurde zusätzlich ein Eichensetzling in einem Tontopf mit der Aufschrift „Wachse zur Ehre des Sieges – rufe zur weiteren Tat“ überreicht.

Die Vernichtung der Eiche

1)  Die Christen vernichteten die Eichen der Kelten 

Als das Christentum nach Deutschland kam, wurden viele der Heiligen Eichen gefällt. Besonders das Fällen der Donar-Eiche – dem germanischen Gott Donar oder auch Thor geweiht – bei Geismar im heutigen Hessen ist bis heute überliefert.

„Gerade an der Eiche haben sich in der Zeit der Christianisierung die Geister geschieden. Es gab ja die für die Germanen heilige Eichen, die zum Teil von christlichen Missionaren gefällt wurden in ihrem religiösen Eifer. Dann wurde das auch für das Christentum instrumentalisiert, verwendet in dem Sinne, dass es die Marieneichen gab. Auf der einen Seite sind es die Legende, die sagen, dass ein Bild Mariens in der Eiche erschienen ist, und so entstanden Wallfahrtsorte. Das fließt ja zum Beispiel auch in Ortsnamen ein, zum Beispiel Mariaeich bei München. Natürlich hat man das auch gemacht, dass man Marienikonen an Eichen gehängt hat zum Zweck der Wallfahrt.“ (Quelle: deutschlandradiokultur.de)

2) Die Kapitalisten vernichteten die Eichen

Bis zum 17. Jahrhundert gab es in ganz Europa noch ausgedehnte Eichenwälder. Mehrere hundert Arten der Eichen paßten sich gut an die verschiedenen Gegebenheiten an.

Besonders die Eroberung ferner Länder, die christliche Missionierung und die Kolonialisierung der Welt brachten die enorme Entwicklung des Schiffbaus hervor, wofür sehr viel Holz und speziell viele Eichen gefällt wurden (vor allem der gesamte Küstenbereich Norddeutschlands).

Seit der Durchsetzung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung wurden im Interesse des Geldes, des maximalen Profits und der Macht der Kapitalbesitzer überall skrupellos Wälder und Bäume vernichtet und ganz speziell die Eichen. Bäume wurden als Rohstoff, Baustoff, Heizmaterial und Spekulationsobjekt angesehen. Besonders die Eichen (Eichen-Holz) zählen durch ihre beste Eigenschaften und handwerklich-industrielle Anwendungsmöglichkeiten zu den wertvollsten heimischen Nutzhölzern:

  • Technische Daten: Eichenholz ist schwer und hart. Dabei ist es durchaus elastisch. Das Kernholz ist sehr dauerhaft, unter Wasser sogar beinahe unbegrenzt haltbar.
  • Anwendungen: Konstruktion, Möbelbau (Eichenholz blieb für gediegene Möbel erste Wahl), Innenausstattung, Fässer und Bottiche, Türen und Fenster, Treppen und Geländer, Fußböden und Parkett, Verkleidungen im Außenbereich, im Hochbau (Gerüste) und Tiefbau, Wasserbau, Schiffbau, Brückenbau, Schienenbau (Eisenbahnschwellen), Transport (Wagenbau, Kisten, Paletten) …

3) Die Abwendung der Menschen von der Natur vernichtet die Eichen

Aufgrund der fortschreitenden Industrialisierung, der Massenproduktion, der Verstädterung und der immer stärkeren Technisierung des Lebens im Interesse von sehr wenigen Superreichen des kapitalistischen Weltsystems lösten sich die Menschen kollektiv immer mehr und immer schneller von der Natur, von der umgebenden Natur der Pflanzen und Bäume und von ihrer eigenen Natur,

Für das nahezu unaufhaltsam voranschreitende Verschwinden der Wälder werden von Experten folgende Hauptzerstörungsursachen genannt:

– Holzeinschlag
– Papier- und Zellstoffproduktion
– Landwirtschaft
– Agroenergie
– Infrastruktur-/Entwicklungsprojekte
– Förderung/Ausbeutung von Bodenschätzen
– Mangelnde Regierungsführung

Heute wird auf industrielle Weise die Zerstörung des tropischen Regenwaldes auf der Erde vorangetrieben.

Die Deutsche Eiche stirbt

  • „Durch wiederholte Streiche fällt auch die größte Eiche.“ (Deutsches Sprichwort)
  • „Waldzustandsbericht für 2008 zeigt gravierende Schäden im gesamten deutschen Wald“
  • „Wenn sich der Trend fortsetzt, dann könnte die Deutsche Eiche in wenigen Jahrzehnten aus unseren Wäldern verschwinden“, so WWF Waldexperte Markus Radday.

Das „Eichensterben“ als Komplexkrankheit (Wissenschaftsbericht)

Von einem „Eichensterben extremer Ausprägung“ ist dann auszugehen, wenn 20 % der Eichenstammzahl des Mittel- und Oberstandes (kleinflächig mehr) auszufallen drohen und mit einer partiellen Bestandesauflösung innerhalb von drei Jahren zu rechnen ist (mod. nach BLANK und HARTMANN, 2004).

Das Phänomen plötzlicher Kronenschäden und Absterbeerscheinungen bei Eichen ist in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert wiederholt beschrieben worden (z. B. HAUSENDORFF, 1940; KRAHL-URBAN et al., 1944). Belegt sind größere Schadereignisse im norddeutschen Raum für die Jahre 1739–1748, 1911–1924, 1929–1934 und 1939– 1944 (HARTMANN und BLANK, 1992). Die Berichte reichen von kleinflächigen Schäden bis zum überregional verbreiteten Eichensterben. Die gegenwärtig in mitteleuropäischen Eichenbeständen (Quercus robur, Quercus petraea) zu beobachtenden Krankheitserscheinungen wurden bereits seit Anfang der 1980er Jahre nachgewiesen und haben sich mit wechselnder Intensität über mehr als zwei Jahrzehnte bis in die Gegenwart fortgesetzt. Anfangs wurde allgemein befürchtet, dass es sich bei dem Eichensterben um eine Gefäßkrankheit (Tracheomykose) handeln könnte. Immerhin musste an eine Einschleppung des Erregers der Amerikanischen Eichenwelke (Ceratocystis fagacearum [BRETZ] HUNT) gedacht werden. Trotz intensiver Nachforschungen konnte dieser Pilz in Europa bisher nicht festgestellt werden. Auch die Suche nach einem überdurchschnittlich pathogenen Vertreter aus der eng verwandten Pilzgattung Ophiostoma als möglicher Auslöser des europäischen Eichensterbens blieb ohne Erfolg.

Stattdessen deuten die Befunde nahezu aller Autoren auf ein komplexes Krankheitsgeschehen hin, bei dem abiotische und biotische Faktoren zusammenwirken (vgl. SKADOW und TRAUE, 1986; BALDER, 1989; HARTMANN et al., 1989; HARTMANN und BLANK, 1992, 1998; EISENHAUER, 1989, 1991; FÜHRER, 1998; DUJESIEFKEN et al., 1992).

Dieser Betrachtungsansatz steht in Übereinstimmung mit der physiologischen Stresstheorie (TESCHE, 1995). Danach wird zwischen

  • prädisponierenden (primären) Faktoren (Empfindlichkeit der Eichenherkünfte, Alter, Bestandesaufbau, Wasserhaushalt des Standorts etc.),
  • schadensauslösenden (primären) Faktoren (Entlaubung durch blattfressende Insekten, Eichenmehltau, Trockenheit, Überstauung, Winterfrost etc.),
  • schadensverstärkenden (sekundären) Faktoren (Prachtkäferbefall, Infektion durch Armillaria spp., Phytophthora spp., Collybia fusipes etc.) und
  • begleitenden Faktoren (saprophytische Mikroorganismen und saprophage Insekten an absterbenden und frisch abgestorbenen Bäumen) unterschieden (vgl. auch HARTMANN, 1996). (Aktuelle Ergebnisse und Fragen zur Situation der Eiche und ihrer Bewirtschaftung in Brandenburg; S.94/95)

Auch wenn diese Hypothesen den möglichen physiologischen Krankheitsverlauf der Eichen recht plausibel beschreiben, bleibt die schlüssige Erklärung für das hohe Schadausmaß bei den Eichen weiterhin offen. Die konkreten Faktorenkombinationen, die zu den beobachteten Vitalitätsproblemen der Eichen führen, bedürfen in der Region näherer interdisziplinärer Untersuchungen. Letztendlich muss die Frage geklärt werden, welche waldbaulichen Verfahren und Maßnahmen sowie welche Herkünfte geeignet sind, Eichen-(Misch-) Bestände mit geringem Risiko und hoher Stabilität zu erziehen. (Aktuelle Ergebnisse und Fragen zur Situation der Eiche und ihrer Bewirtschaftung in Brandenburg; S.97)

Als Hauptgründe für das Eichensterben und den schlechten Zustandes des deutschen Waldes werden vor allem menschliche Einflüsse genannt (wwf.de; 20.02.2009):

  • Hohe Schadstoffbelastungen aus Landwirtschaft, Verkehr und Industrie;
  • Wurzelschäden durch Pilze infolge falsch gewählter Standorte;
  • falsche Waldwirtschaft;
  • Streßfaktoren wie Trockenheit und heiße Sommer in Folge des Klimawandels;

NEIN, das sind alles nur die FOLGEN und AUSWIRKUNGEN unseres langjährig geprägten Weltbildes und unserer kollektiven Vorstellung vom Leben auf unserem Gast-Planeten Erde.

Und das sind die Folgen einer systematischen Vernichtung der deutschen Eiche und des mächtigen Symbols durch bestimmte destruktive Kräfte, die wir wirken ließen:

„Unser Blätterwerk der deutschen Eiche wird zum Schein etwas gepflegt, bewässert,
aber im Untergrund, im Boden werden uns in grausamer und schmerzhafter Weise die Wurzeln durchtrennt.
Eine Zeit lang scheint unser Lebensbaum noch zu wachsen, zu blühen, aber unmerklich verliert er seine Blätter, seine Zweige vertrocknen, bis ihm von Parasiten, Moos und Flechten buchstäblich die Luft zum Atmen und zur Photosynthese abgeschnürt wird.“ (Antje Sophia)

Pflanzen (wie Bäume, Sträucher und Blumen) sind lebendige WESEN

Bildergebnis für Das geheime Leben der Bäume: Was sie fühlen, wie sie kommunizieren - die Entdeckung einer verborgenen Welt„Das ist keine Parallelwelt, sondern das ist eigentlich unsere natürliche Umgebung. Wir haben uns so ein bisschen abgekoppelt, weil wir Natur häufig von der technischen Seite angehen. Das wird dann wissenschaftlich sehr hart beschrieben: Bäume als eine Art Bioroboter, Holzlieferanten, Sauerstofflieferanten…aber das sind sie natürlich nicht in erster Linie. Das sind eigene Wesen mit einer eigenen Gefühlswelt einem eigenen Lebenssinn, und die haben eben die ganze Zeit neben uns herexistiert, ohne dass wir genau hingeguckt haben.“  

(Peter Wohlleben – „Das geheime Leben der Bäume: Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt“, zitiert bei deutschlandradiokultur.de)

Kurzbeschreibung:

Erstaunliche Dinge geschehen im Wald: Bäume, die miteinander kommunizieren. Bäume, die ihren Nachwuchs, aber auch alte und kranke Nachbarn liebevoll umsorgen und pflegen. Bäume, die Empfindungen haben, Gefühle, ein Gedächtnis. Unglaublich? Aber wahr! – Der Förster Peter Wohlleben erzählt faszinierende Geschichten über die ungeahnten und höchst erstaunlichen Fähigkeiten der Bäume. Dazu zieht er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso heran wie seine eigenen unmittelbaren Erfahrungen mit dem Wald und schafft so eine aufregend neue Begegnung für die Leser: Wir schließen Bekanntschaft mit einem Lebewesen, das uns vertraut schien, uns aber hier erstmals in seiner ganzen Lebendigkeit vor Augen tritt. Und wir betreten eine völlig neue Welt …

Die Eichen erleben massiven STRESS!!!

  • Die materialistischen Wald-Wissenschaftler (siehe oben) finden einerseits als Ursache für das Eichen-Sterben heraus, daß  die Eichen unter STRESS leiden und zugrunde gehen. Andererseits bleibt für sie die „schlüssige Erklärung für das hohe Schadausmaß bei den Eichen weiterhin offen“.
  • Diese „Wissenschaft“ kann den ganzen Zusammenhang des Eichensterbens nicht erfassen, weil sie die Eiche, den Baum, den Wald immer noch nicht als lebendige Wesen auf der Erde erkennen!
  • Es wirken jedoch noch mächtige destruktive (magische) Kräfte auf der Erde, die ganz genau um die Bedeutung des Wesens der (deutschen) Eiche wissen und deshalb langfristig ihre Vernichtung realisieren wollen. Denn, sie wollen nicht, daß die Menschen bewußt werden und im Einklang und Wechselwirkung mit der Natur leben.

Allein unsere Gedanken beeinflussen das Leben der Pflanzen

Alle Gedanken von uns Menschen werden von den Organismen in unserer Umwelt wahrgenommen und mit ihren Reaktionen beantwortet.
Das kann sogar wissenschaftlich gemessen werden: Dr. Cleve Backsters ermittelte sensationelle Ergebnisse, als er seinen Lügen-Detektor an eine Zimmerpflanze anschloß.
Seine Gedanken hatten direkte Auswirkungen auf den Gemütszustand der Pflanze. Auch in weiteren Versuchen mit unterschiedlichen Organismen fand er heraus, daß die lebendige Umwelt um uns herum eng mit uns verbunden ist und auf uns Menschen reagiert.
Empfinden wir Liebe, Trauer, Hass oder Freude, so senden wir diese Informationen in unserer Umwelt und verändern diese dadurch.
Dr. Backster fand heraus, was die alten Druiden schon immer wußten, daß Pflanzen über ein Gedächtnis verfügen.
Wir sind im ständigen Austausch mit unserer Umwelt, und das alleine durch unsere Gedankenkraft.

Die Eichen wehren sich gegen ihre Vernichtung

Bei der Holzbearbeitung „(ist) auf gute Absaugung zu achten. Eichenstaub löst bei manchen Personen allergische Reaktionen aus.“

Allergische Reaktionen oder Allergien sind überschießende krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene). D.h. der menschliche Organismus gibt uns eine deutliche Information, daß wir mit dem Fällen der Eichen etwas nicht Gutes und nicht Gesundes machen!!! (siehe Dr. Rüdiger Dahlke: Allergien und ihr psychosomatischer Hintergrund)

Wie wir Menschen (wieder) mit der Eiche umgehen sollten

  • Frieden mit den Eichen schließen

Eichen sind immer noch Symbol für Ruhe und Frieden, für friedliche Lösungen, für Recht (rechtes sprechen) und sie können uns Menschen helfen, diesen Frieden und diese Harmonie mit uns selbst, untereinander und mit der gesamten Natur zu leben. Dann werden wir auch behutsamer und liebevoller mit den lebendigen Wesen der Eichen zusammen auf diesem Planeten leben.

  • Eichen als heilige Wesen erkennen

Am 21. März ist der „Internationale Tag des Waldes“. Er wurde 1971 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen. Nicht allein an diesem Tag müssen wir uns der Situation auf der Erde bewußt werden.

Äußerst wertvoll sollte dabei das uralte Verständnis des Wesens der Eichen sein. Der Mensch ist energetisch wie der Baum Eiche aufgebaut und sollte daher sein Wurzelchakra zur Erde und sein Kronenchakra zum Himmel intakt halten und pflegen.

  • Eichen als Spiegel unserer Stärken erkennen

All die wertvollen Merkmale des Lebens wie Kraft, Ausdauer und Härte, aber auch Ausdauer, Beständigkeit und geduldiges Reifen können wir von den Eichen lernen.

Gelassenheit: Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt? Einfach ruhig und gelassen reagieren, manchmal wünschen wir uns mehr Schlagfertigkeit, ein anderes Mal mal die nötige Souveränität.

  • Wertvolle Kommunikation mit der Eiche führen

In der Nähe oder unter einer Eiche, durch bewußtes Zeitnehmen, durch Sich-Ausklinken aus dem Mentalfeld der massenhaften Gleichschaltung innerhalb der modernen künstlichen Gesellschaft und durch Geschehen lassen und nach innen hören, können wir

  • vom Baum Energie gespendet bekommen, unsere Kräfte wieder „auftanken“;
  • den Kopf frei bekommen vom Alltag und der kollektiven mentalen Manipulation;
  • Kraft und Mut in Krisen und Entscheidungssituationen (Unsicherheiten, bei wichtigen Lebensentscheidungen, in Mut erfordernden Situationen) erhalten;
  • die Verbindung zur eigenen und kollektiven inneren Kraft leichter herstellen;
  • die Inspiration für neue Perspektiven aus dem eigenen Inneren aufsteigen lassen;
  • Sicherheit, Mut und Vertrauen zu sich selbst finden, wenn eigene Wege zu gehen sind;
  • Die Blüte der Eiche (Bachblütenessenz von Dr. Edward Bach) für Kämpfernaturen, die nie aufgeben wollen und sich dadurch überfordern, nutzen. Sie bringt das rechte Maß zurück und gönnt dem Menschen die benötigte Pause, damit er sich wieder auf realistische Weise seinen Aufgaben widmen kann.
  • eine Versammlung kleiner oder größerer Gemeinschaften bei schwierigen Problemen zu neuen Lösungen führen („Kernkompetenz“ der Eiche für die Kelten!)

Dazu kannst Du Dich ruhig einmal eine zeitlang mit dem Rücken an eine alte Eiche stellen oder eine (kleinere) Eiche umarmen. Du wirst spüren, wie erfrischend das sein kann!

Sonstiges zu Eichen

  • Die Eiche ist der Baum des Jahres 2016 in Österreich.
  • Die Eiche ist die dritthäufigste Baumart Deutschlands: 1. Fichte, 2. Buche, 3. Eiche, 4. Birke, 5. Apfelbaum, 6. Ahorn, 7. Hainbuche, 8. Kastanie, 9. Eberesche, 10. Erle
  • Der Volksmund legt nahe, dass Eichen häufiger als andere Bäume vom Blitz getroffen werden („Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“).
  • Der Künstler Joseph Beuys präsentierte in Kassel zur documenta 7 das Werk „7000 Eichen“.
  • Die Hamburger Speicherstadt wurde auf Hunderten von Pfählen aus Eichenholz errichtet.
  • Das Eichenholz ist besonders fest und fault nicht, wenn es dauerhaft im Wasser steht. Deshalb wurde diese Bauweise in Deutschland und in Holland angewendet, wenn der Untergrund keine feste Bebauung zuließ.
  • Es gibt über 200 verschiedene Eichenarten auf der Erde – alle auf der nördlichen Halbkugel. In Europa kommen natürlich verbreitet nur Stiel- und Traubeneiche vor (Quercus robur und Quercus petraea).
  • Als vermutlich älteste noch lebende Eichen in Europa gelten die Ivenacker Eichen bei Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind über 1.000 Jahre alt.
  • Wo steht die älteste noch lebende Eiche der Welt?
  • Liste der Eichen Europas mit einem Stammumfang ab zehn Metern …
  • So verläuft das Wachstum einer Eiche
  • Die älteste Eiche der Welt soll um 1.500 Jahre alt sein. Dieses hohe Alter ist durchaus glaubhaft, denn einige der noch heute lebenden Eichen wurden bereits in antiken Dokumenten erwähnt.
  • 1000jährige Eichen gibt es in Deutschland noch an vielen Orten. Sie beeindrucken durch ihre Größe und den Stammumfang. Oftmals überleben diese Bäume sogar dann, wenn sie vom Blitz getroffen oder Teile der Krone durch Sturm gefällt wurden.
  • Aus den Eicheln gewonnenes Mehl gehört zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschen in Europa, während die  Früchte als Viehfutter für Schweine verwendet wurden.
  • In der Naturheilkunde wird vor allem die geschälte Rinde von jungen Zweigen des Eichbaumes verwendet. Sie hat einen hohen Gerbstoffgehalt und wird zu Bädern und Spülungen bei Frostbeulen und Schweißfüßen sowie bei Entzündungen des Zahnfleisches eingesetzt, bei Hautbeschwerden, Halsschmerzen, Magen- und Darmbeschwerden und vielem mehr verwendet.

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