Neuer, besonderer Management-Typ – Produktiver Disruptor

Neue Führungskräfte braucht die Welt!

Das Tempo der digitalen Erneuerung der Wirtschaft und des gesamten Lebens beschleunigt sich weiter. Deshalb erkennen einige etablierte Unternehmen, daß dafür angestellte digitale Fachkräfte und auch freiwillige Personal-Ressourcen nicht ausreichen werden. In bedeutendem Maße konzentrieren sie ihre Zukunfts-Strategien auf  eine neue Klasse von Führungskräften: Die Führungskräfte der digitalen  Transformation. Zukunftsorientierte Unternehmen brauchen zweifelsohne Führungskräfte in einer Rolle digitaler Transformation.

Solche neuen Führungskräfte müssen einen bedeutungsvollen Wandel in Unternehmen schaffen – entweder den Kern der Organisation völlig neu beleben oder auf neue Weise erweitern. Die massive Herausforderung besteht darin, einen sinnvollen Wandel von innen her zu erreichen, der für jeden spürbar ist.

Die zentralen Fragen sind dabei:

  • Was unterscheidet die erfolgreichsten Menschen in dieser Rolle digitaler Transformation?
  • Welche Merkmale definieren die digitalen Führungskräfte, die am ehesten zur Umsetzung der digitalen Transformation innerhalb eines bestehenden Unternehmens führen?
  • Wie unterscheiden sich Führungskräfte der digitaler Transformation von Führungskräften in eher traditionellen Rollen?

Fünf Unterscheidungsmerkmale der Führungskräfte digitaler Transformation

Eine aktuelle Studie der Personalberatung Russell Reynolds Associates wurde im globaler Kompetenzvergleich mit psychometrischen Profilen von ca. 5.000 Führungskräften durchgeführt. Es wurden 21 Attribute über fünf Kategorien unterschieden, die die digitalen Transformationsführer einzigartig machen. Die Ergebnisse beschreiben den besonderen Management-Typus als sogenannten Produktiven Disruptor (Productive Disruptor). Das ist eine neue Gruppe von Top-Führungskräften, die Unternehmen erfolgreich bezüglich Innovation, Digitalität und Kundenzentrierung transformieren. Sie weisen signifikant andere Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale auf als klassische „C-Level-Manager“.

Die folgenden fünf Merkmale bilden den sogenanntenDigitalquotienten“ (DQ):

  1. Innovationskraft,
  2. Mut zur Disruption,
  3. Sozialkompetenz (sozialer Anpassungsfähigkeit),
  4. Führungsstärke,
  5. Zielstrebigkeit (Entschlossenheit)

– „Produktive Disruptoren“ sind um 34% innovativer und setzen Strategien zu 32% konsequenter um

– Sie sind zu 23% führungsstärker und zu 16% zielstrebiger als konventionelle Führungskräfte

– Aktuelle Vorstände sind für den digitalen Wandel nicht optimal aufgestellt und können sich bestenfalls als ‚Half Digital Natives‘ bezeichnen.

Diese Führer managen ihre Unternehmen nicht einfach nach festen Strategien, sondern auch durch die Beteiligung der Menschen an der harten Arbeit der Transformation.
Digitale Führer stören mehr und sind innovativ als andere Führungskräfte. Aber sie sind zugleich sozialer als andere Führungskräfte sowie kühner und entschlossener bei der Umsetzung von Ideen in die Realität.
Sie wissen, daß Ideen ohne Ausführung nur „Hirngespinste“ bleiben.
Sie verstehen, daß die Umsetzung von Ideen auch von der Fähigkeit abhängt, die Energien der breiteren Organisation auszurichten.
Diese Führer nutzen ihre zwischenmenschlichen Fähigkeiten, um produktiv zu verändern.
Sie sehen nicht nur die Zukunft und verstehen, wie sie dorthin gelangen, sie aktivieren und motivieren ihre Mitarbeiter, diese Zukunfts-Reise mit ihnen zu gehen und zu gestalten.

Georgia Stegmann (Mitglied der globalen Digital Transformation Practice bei Russell Reynolds):

  • „‚Productive Disruptors‘ besitzen in den fünf zentralen Führungsqualitäten Innovation, Disruption, Führung, Sozialkompetenz und Entschlossenheit wesentlich höhere Ausprägungen als klassische Entscheider.
  • Die stärkeren Ausprägungen bei Innovationskraft und disruptiven Fähigkeiten überraschen nicht so sehr. Doch im Vergleich zu analogen Managern sind die höheren Werte bei Führungsstärke (23%), sozialer Anpassungsfähigkeit (21%) und Zielstrebigkeit (16%) auffallend.
  • Die Studie belegt, daß im digitalen Bereich diese „Transformational Leaders“ um 34% innovativer sind und Strategien um 32% konsequenter umsetzen als konventionelle Unternehmenslenker.

Daraus wurden die zentralen Führungsqualitäten abgeleitet, die zur Entwicklung von Unternehmen zu digitalen „Frontrunnern“ nötig sind.

Ein ‚Productive Disruptor‘ vereint Persönlichkeitsmerkmale und Managementfertigkeiten, die sich eindeutig von denen eines klassischen Executives abheben.

„Intellekt, Durchsetzungsstärke, Mut, Unabhängigkeit, Führungsvermögen, Aggressivität und Empathie sind in einer Art Kür miteinander verknüpft“, so Joachim Bohner, der bei Russell Reynolds Associates für die Leadership Assessment Practice verantwortliche Partner.

„Dieser neue Managertypus ist ein richtungsweisender Hybrid aus sich zum Teil widersprechenden Merkmalen, als Synthese ein Vorbild für alle anderen Führungskräfte. Die Rolle des ‚Productive Disruptors‘ im Unternehmen auszufüllen, ist aktuell eine der größten und interessantesten Managementherausforderungen – und das über alle Industrien hinweg.“ (Joachim Bohner)

Geographisches Vorkommen der Produktiven Disruptoren

  • In den USA finden sich häufiger ‚Productive Disruptors‘ als in anderen Teilen der Welt als CEO an der Unternehmensspitze.
  • In Europa und insbesondere in Deutschland ist die aktuelle Manager-Generation schon biografisch nicht optimal für die neuen Herausforderungen geeignet.

Russell Reynolds Associates führt den „Digitalquotienten“ (DQ) ein.

Nach diesen Studienergebnissen  gibt es nach Russel Reynolds Associates analog zum Intelligenzquotienten (IQ) und zum emotionalen Quotienten (EQ) auch einen Digitalquotionenten (DQ).

„Manager, die über einen hohen DQ verfügen, sind Speerspitze und Erfolgsgaranten einer gelungenen digitalen Transformation. Sie sind flexibel, furchtlos und kompetent im Veränderungsmanagement und bereit, organisatorische Widerstände zu überwinden. Sie sind Meister darin, Chancen wie Risiken des digitalen Wandels zu erkennen und dieses Wissen zum Wohle des Unternehmens einzusetzen“. (Georgia Stegmann)

Mit dem radikalen Umbau des Suchmaschinenkonzerns Google zum Digitalkonglomerat Alphabet haben sich Larry Page und Sergey Brin als Archetypen dieser ‚Productive Disruptors‘ erwiesen.“

Eine Diagnostik zur Beurteilung von anspruchsvollen Führungskräften der digitalen Transformation (Auszug)

Quelle:

http://www.presseportal.de/pm/67171/3183358

Aktuelle Studie „Productive Disruptors: Five Characteristics That Differentiate Transformation Leaders versus other Senior Executives“ der international führenden Personalberatung Russell Reynolds Associates. Hierzu wurden psychometrische Assessments und Interviews mit 28 der global erfolgreichsten digitalen Leader durchgeführt. Deren Kompetenzausprägungen wurden mit jenen von rund 5.000 Top-Managern klassischer Provenienz verglichen.

Ressourcen:

http://www.russellreynolds.com