Rolf Peter Sieferle hinterließ ein unerwünschtes Buch „Finis Germania“ (Ende Deutschland)

Prof. Dr. Rolf Peter Sieferle (5. August 1949 bis 17. September 2016) brachte sich im Alter von 66 Jahren um. Er war letztlich ein Verbitterter, weil er sein Land Deutschland liebte. Der Historiker und Soziologe war mehrjähriger Professor an den Universitäten Mannheim und St. Gallen und liefert mit seinem Abschlußwerk eine tief gehende Deutschland-Erklärung. „Finis Germania“ erschien im Verlag Antaios als Nachlass des Autors. Dieses Werk macht auch die Motivation zum Freitod des Autor plausibel: „Seine nachgelassenen Gedanken über die sprichwörtliche Lage der Nation sind Teil seines Vermächtnisses …“ (Antaios-Verlag)

Videoquelle: www.epochtimes.de

Der Autor schildert seine tiefere historische Wahrnehmung der Lage der Deutschen und der deutschen Nation auf 104 Seiten in vier Teilen: „Finis Germania“, „Paradoxien der Zeit“, „Mythos VB“, „Fragmente“. Akzente sind dabei „Deutscher Sonderweg“, „Siegerperspektive“ über „Politiker und Intellektuelle“, „Logik des Antifaschismus“, „Der ewige Nazi“, Schuldkult („Erbsünde“), Selbstverachtung und geistige Okkupation. Das Buch will Vergangenheitsbewältigung anfeuern, spricht vom „Auschwitz-Mythos“ und übt Kritik an der Art, wie in Deutschland die Vergangenheit (nicht) bewältigt wird und auf ewiger Schuld aufbauend kein positives nationales Selbstbewußtsein geschaffen wird.

„Die Diktion des Textes ist von der ersten bis zur letzten Seite poetisch, vornehm und ergreifend. Man spürt, dass hier ein Autor jedes Wort, das er schreibt, unter Schmerzen geboren hat – weltenweit entfernt von der Geschwätzigkeit gegenwärtiger Zeitgeistkommentatoren, deren Namen wir an dieser Stelle nicht erwähnen wollen.

Es handelt sich eher um einen lockeren, sehr frei assoziierenden Essay, eine Mischung zwischen Aphorismensammlung, Reflexion und Theorie, deren Grundannahmen von verschiedenen Seiten immer neu angedacht und ergänzt werden.“ (euripides50)

DeutschlandDeutschland

Amazon-Leser-Rezension:

„Ein Gespenst geht um im Bücherwald. Rolf Peter Sieferles „Finis Germania“, ein Buch, das auf No. 1 der Bestseller Liste von Amazon steht, zugleich geächteter Bestandteil der NDR Bestsellerliste, über das ganze Kübel von Infamie und Herabsetzung ausgeschüttet wurden.“

Es entsteht eine neue Tradition Deutschland-kritischer Bücher 

Das Buch knüpft an eine neue Tradition von Erfolgsbüchern mutiger Autoren in Deutschland an – „Publizistisches Widerstandsmilieu“ – , die wohl nicht (mehr) zu verhindern sind, obwohl sie von den Hauptmedien bald verleumdet und zerrissen werden:

  1. Thilo Sarrazin: „Deutschland schafft sich ab – Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“ (2010)
  2. Udo Ulfkotte: „Gekaufte Journalisten“ (2014, er starb unerwartet an einem Herzversagen)
  3. Rolf Peter Sieferle: „Finis Germania“ (2017, er nahm sich das Leben)
  • Das Buch befand sich auf Platz 6 der aktuellen Sachbuch-Bestsellerliste des „Spiegels“.  Das Spiegel-Magazin zensiert die eigene Bestsellerliste: „Finis Germania“ verschwunden – Statement der Chefredaktion fördert den Verkauf, obwohl sie den Verkauf nicht unterstützen wollte.  Das sei typisch für die „unsouveräne, selbstgerechte Hektik“, mit der Teile der Medien derzeit mit unliebsamen Gedanken umgingen (NZZ)
  • Die Hauptmeinungsbildungs-Medien verteilten über das Buch und den Verlag abschätzige Etiketten wie rechtslastig und rechtsradikal, als „rechtsradikal, antisemitisch und geschichtsrevisionistisch“ „völkisch-antisemitisches Machwerk“.
  • Andere finden für die Rezension dieses Buches Einschätzungen wie „philosophisches Meisterwerk“ oder „erstklassiges, tiefschürfendes, weitblickendes Werk“ (Ellen Kositza)
  • Eine Facebook-Nutzerin antwortete dem Spiegel:Also ich bin Jüdin und wundere mich immer wieder darüber, dass der Spiegel allerlei antisemitischen Herrschaften ein Forum bietet. Und nun soll ausgerechnet das Büchlein ‚Finis Germania‘ aus diesem Grund der Zensur zum Opfer fallen? Also, ich habe kein Problem mit dem Buch, ich kann die Meinung des Autors gut aushalten, ebenso alle jüdischen Freunde mit denen ich gesprochen habe. Vielleicht befragen Sie ja auch mal Ihren ehemaligen Kollegen und Juden Broder zu dem Thema. Der Gesinnungsfaschismus Ihres Blattes hingegen nimmt mittlerweile Züge an, die mir – als Jüdin – große Angst bereiten!“ (Andrea R., Facebook-Userin)
  • Was zensieren Sie eigentlich noch alles? Sind Wahlumfragen zutreffend, oder auch erst politisch korrekt in Form gebracht?
    Vielen Dank für den Hinweis auf dieses verbotene Büchlein. Dieses Buch gefährdet ja scheinbar den Bestand unseres demokratischen Rechtsstaats so dermaßen, dass der Spiegel zu Mitteln greift die er bei Diktaturen so gerne anprangert.
    Ich werde mir jetzt selbst mein Urteil bilden und das Buch dann ggf. auch weiterempfehlen.

Die Auseinandersetzung um das Buch „Finis Germania“ ist ein weiterer Beweis für die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland. Ausgerechnet der „Spiegel“ gründetet sich mit dem Anspruch des Kampfes für die Pressefreiheit und Enthüllung politischer Affären.  1949 beschloss die Redaktion das sogenannte „Spiegel-Statut“: Alle im Spiegel verarbeiteten und verzeichneten Nachrichten, Informationen, Tatsachen müssen unbedingt zutreffen. Jede Nachricht und jede Tatsache ist […] peinlichst genau nachzuprüfen.“(„Spiegel-Statut“, 1949)

Das Büchlein ist etwas schwer zu lesen, intellektuell, auf schriftstellerisch sehr hohem Niveau, mit unbestreitbarem Inhalt.

Der Verleger Götz Kubitschek im Video-Interview mit RT Deutsch

Jasmin Kosubek sprach mit Götz Kubitschek  über den Skandal, den kontroversen Inhalt und darüber, welche politischen Ambitionen dahinterstehen, ein solches Buch auf den Markt zu bringen.

Zum Verlag Antaios

Antaios ist ein rechts-intellektueller Verlag, der „Rechts“ zu etwas Positiven machen möchte: Wenn es Links-Intellektuelle (wie Sahra Wagenknecht)  gibt, muß/darf es auch Rechts-Intellektuelle geben. Dem Verlag gehe es um Veränderungen im Kopf im vor-politischen Raum:

  • Begrifflichkeit
  • Andere Sicht
  • Argumentationslinien

Zum Buch „Finis Germania“

Das Buch von Rolf Peter Sieferle kam aus dem Nachlass und  war fix und fertig.

Ein gutes Buch ist immer diskussionswürdig. Diskussion findet aber über dieses Buch nicht statt, sondern Abwertung und Abgrenzung. Wenn die manipulierten Bürger-Massen so reagierten, sei das noch verständlich, aber wenn intellektuelle Menschen es einfach abwerten, dann nicht.

Was meint der Buch-Autor eigentlich?

Dieses Buch liegt jenseits aller Denkgewohnheiten in Deutschland. Lesen kann eben auch brutal und schockierend sein.

Der „Auschwitz-Mythos“ (u.a. schon von Joschka Fischer im Zusammenhang mit dem Jugoslawien-Krieg benutzt) ist ein fundamentales Gründungselement der BRD. Das geistige Fundament des Wiederaufbaus West-Deutschlands war: Nie wieder Auschwitz! (Übrigens in der DDR: Nie wieder Krieg!). Der Holocaust an den Juden durch die Deutschen darf gesetzlich in Deutschland nicht Infrage gestellt werden. Das ist ein fast religiöser Mythos, er wird nicht bezweifelt. Die deutschen Auschwitz-Verbrechen stehen dabei nicht zur Debatte.

  • Jedoch kann eine Nation oder ein Volk kein selbstbewußtes Weiterleben auf der Basis einer untilgbaren Schuld gestalten.

Mangelnde politische Vernunft, mangelndes nationales Selbstbewußtsein führte letztlich aktuell zu Millionen einströmenden Einwanderern und deren Folgen. Die Fehler liegen darin, daß keine ureigenen politischen Interessen formuliert werden (können oder dürfen!

  • Eine Nation kann nicht auf einem negativen Mythos aufgebaut werden. Es ist notwendig, davon loszukommen. Durch den Holocaust kann nicht zwingend eine deutsche Identität geprägt oder andere identitätsstiftende Merkmale der Deutschen geschaffen werden.

Eine wichtige Frage ist: Welches Ergebnis bringt geschichtliche Erinnerung? Entweder die Vernichtung als Volk, oder gedeihlich-fruchtbare Ergebnisse, mit denen wir gut in die Zukunft kommen. Können wir die Geschichte des Volkes so erzählen, daß eine Lehre daraus gezogen wird, die uns erlaubt, sehr selbstbewußt mit den Anforderungen der Gegenwart klar zu kommen? Es geht um eine gedeihliche Erinnerung an Deutschland und seine ganze, über 1000 jährige Geschichte, und nicht nur an die der Nazi-Zeit.

Ein Paradigmen-Wechsel ist nötig und beginnt

Die manipulierten Menschen kommen heute nicht aus ihrer Haut. Die „aufgesattelten Spitzen“ in der Auseinandersetzung mit diesem historisch- und gesellschafts-kritischen Werk von Rolf Peter Sieferle (u.a. „strafrechtliche Angelegenheit“, „Index“) sind dabei sehr aufschlußreich.

Wenn wir gute gesellschaftliche Veränderung erreichen wollen, dann muß die Art und Weise der Diskussion und Entscheidungsfindung darüber sich radikal ändern.

  • Geschichte, Gegenwart und Zukunft auf eine andere Art wahrnehmen und diskutieren.
  • Wechsel der Tonlage (auch provozierend, schriller, zuspitzender)
  • Neue Teilnehmer (wie der bisher unbedeutende Verlag Antaios) kommen dazu.

Rolf Peter Sieferle

Bildquelle: http://einwanderungskritik.de/rolf-peter-sieferle-das-migrationsproblem/