Die Nation Rußland nahm wieder ihren Platz in der Völkerfamilie ein

Rußland wird in unserem Leben eine immer größere Rolle spielen. Das größte und rohstoffreichste Land gehört natürlicherweise zu Europa und zu Asien, Eurasien. In den letzten Jahrzehnten hat Rußland viel gewonnen, verloren, gelitten, gelernt und verändert. Seit dem Jahr 2000 und unter der Führung von Wladimir Putin blühen Land und Menschen mit neuem Patriotismus und Nationalstolz auf, treten als diplomatisch und militärisch wichtigster Krisenmanager in der Welt für die Wiederherstellung und den Erhaltung des Friedens auf. Bald wird Rußland auch in anderen Hinsichten für unser Weiterleben auf der Erde bedeutsam – mit noch offenen Lösungen. Das Verstehen des russischen Riesenreiches und seiner Menschen sowie der Glaube an dieses „Mutterland“ sind für uns so wichtig,  weil man nur im Mutterland lebt, jedoch im (oder für das ) Vaterland stirbt.

Mütterchen Russland

„Besuche Rußland, bevor es Dich besucht.“ (Aus Russland)

Gegenwart und Zukunft Rußlands:

  • Kai Ehlers: Wie gefährlich ist die Beschwörung des Feindbildes Russland für unsere Zukunft? 
  • Kai Ehlers: Rußland steht noch vor vielen Problemen
  • Willy Wimmer wird von Wladimir Putin persönlich übersetzt 
  • Peter Scholl-Latour: Der neue Kalte Krieg mit Russland (2012)
  • Rußland und die USA 2017

Geschichte Rußlands:

  • Peter Scholl-Latour: Russland im Zangengriff– Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam (2006)
  • 1917 – Das russische Wunder. Eine Geschichte der russischen Revolution
  • 1990 – Der Untergang der Sowjetunion – Von Gorbatschow bis Putin
  • 2010 – Andrej Karaulow: Wie Putin Russland stark machte  
  • Einige programmatische Reden von Waldimir Putin
  • 25.09.2001 – Rede Wladimir Putins im Deutschen Bundestag
  • 2007 – Rede Waldimir Putins auf der Münchner Sicherheitskonferenz
  • Rückblick auf Münchner Sicherheitskonferenz: 10 Jahre nach Putins Kultrede
  • 18.03.2014  – Rede von Präsident Wladimir Putin zum Beitritt der Krim vor beiden Häusern des russischen Parlaments
  • 19.06.2015 – Wladimir Putin auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg/Russland
  • 10.07.2015 – Putin über die Welt der Zukunft ohne US-Herrschaft (Treffen der BRIC-Staaten)
  • 30.08.2015- Wladimir Putin zählt die 3 größten Verbrechen der USA auf
  • 28.09.2015 – Rede von Waldimir Putin vor der UNO
  • 26.10.2015 – Rede von Wladimir Putin vor dem Waldai-Club
  • 21.06.2016: Wladimir Putin: Russland hat genug – Wollt ihr den dritten Weltkrieg haben?
  • 27.10.2016 – Rede von Wladimir Putin auf der 13. Jahrestagung des internationalen Diskussionsclubs Valdai in Sotschi
  • 17.02.2017 – Erklärung Waldimir Putins über die NATO vor Geheimdiestvertretern
  • Ich, Putin Ein Porträt (2012)
  • 09.02.2017 – Russischer Außenminister Lawrow: Wenn die Diplomaten verstummen, beginnen die Kanonen zu sprechen
  • 16.02.2017 – Russischer Außenminister Lawrow – Das Zeitalter der Vasallen-Politik des Westens neigt sich dem Ende zu

Russische Top-Diplomaten sterben

Russlands neue militärische Stärke

Oktoberklub – Meinst Du die Russen wollen Krieg?

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Gegenwart und Zukunft Rußlands:

Wladimir Putin macht es richtig, wenn er betont, „eine der nationalen Ideen Russlands ist der Patriotismus“. Jetzt müssen auch die europäischen Patrioten in ihren Ländern aufstehen und die „nationale Idee des Patriotismus“ aufgreifen, damit das historisch gewachsene Wertesysteme der Gesellschaft erhalten bleiben kann. Darauf aufbauend kann man sich auf neue Weise um die inter-nationale europäische, eurasische und Weltgemeinschaft bemühen.

Kai Ehlers: Wie gefährlich ist die Beschwörung des Feindbildes Russland für unsere Zukunft?

(14.02.2017 im Friedensforum Kassel)

Rußland muß eingeordnet werden in wesentliche Merkmale unserer Krisen-Zeit

1 Die Gesellschafts-Modelle stecken in einem unlösbaren Dilemma. Wir leben in einem „nach-sowjetischen Trauma“. Weder der (reale) Sozialismus noch der spekulative Finanz-Kapitalismus brachten den Menschen das Paradies. Die Menschheit steht heute auch vor dem Ende des kapitalistischen Gesellschaftsmodells, dessen zentrale Widersprüche und lebensbedrohenden Basis-Probleme weder durch (Finanz-)Crash, noch durch (Welt-)Krieg, und auch nicht durch Welt-Frieden allein gelöst werden können.

Was ist unser gesellschaftlicher Zukunftsentwurf mit welchen Werten? Wir haben noch keine neue Gesellschafts-Vision! Und es mangelt an echter Führung.

2 Das Modell der Nationalstaatsordnung ist in der Krise. Multinationale Finanz-, Wirtschafts- und Medien-Konzerne hebeln heute in einer globalisierten Welt traditionelle Nationalstaaten und national-regionale Interessen aus und verhindern die echte Neubildung von Nationalstaaten, die auf der Basis ihrer Stärken für eine weltweite Kooperation eintreten.

Wir haben keine Lösung dafür. Ein künstlicher Superstaat „EU“ geht ganz offenbar nicht.

3 Die Expansions-Krise: Je mehr globale Player in der Welt auftauchen, desto weniger Ressourcen gibt es , d.h. Konkurrenz und Krieg um Ressourcen (u.a. des Trink-Wassers, Arbeit, Geld), und desto bedrohlicher wird das Leben (u.a. zunehmende Uniformierung,  Überwachung und Kontrolle, Massenvernichtung). Es gibt weltweit Milliarden Menschen, die wirtschaftlich aufgrund der Technisierung, Automatisierung und Digitalisierung des gesamten Lebens immer mehr überflüssig werden. Millionen drängen vom Süden nach dem Norden, um zu überleben.

Die Elite und auch die Intellektuellen dieser Welt sind demgegenüber ratlos (siehe Elite-Treffen in Davos 2017)

Rußland zeichnen widersprüchliche Besonderheiten aus

1)  Rußland ist ein Zwischengebiet – das Gebiet zwischen Europa und Asien mit Verbindung zu beiden Seiten (Eurasien)

2)  Rußland ist eine Zwischengesellschaft – nicht mehr „Sozialistmus“, aber auch noch nicht „Kapitalismus“ (voll „durchkapitalisiert“)

3)  Rußland ist eine Traditionsgesellschaft (Gemeinschafts-Kultur) mit Trend zur Individualisierung (aufgrund kapitalistischer Industralisierung)

4)  Rußland ist kein einheitlicher National-Staat, sondern ein Vielvölker-Organismus mit eigenen Kulturen, Religionen usw. – eine „demokratische“ Ordnung eigener Art, zentralisiert in Moskau

5)  Rußland ist eine Beziehungs-Gesellschaft, ein Land, in dem die Beziehungen zwischen den Menschen wichtig sind (negativ: korrupte, anarchische und festgefahrenen Strukturen) und gleichzeitig eine Rechts-Gesellschaft (Verfassung, Gewaltenteilung usw.) – ein kollektiver Anarchismus oder anarchischer Kollektivismus

6)  Rußland ist ein völlig autarkes Land, wie kein anderes Gebiet in der Welt, das zugleich komplett in die globalen Strukturen eingebunden ist, vor allem aufgrund:

1. großer und verschiedener Natur-Ressourcen (Land, Wasser, Bäume, Erze, Öl und Gas, Gold usw)

2. wirtschaftlicher Doppelstrukturen der Volkswirtschaft (familiäre Zusatzwirtschaft/Selbstversorgung),

3. ethnischer/nationaler Gemeinschaftsstruktur/Vielvölker-Organismus Gesamtrußlands.  Der Westen war deshalb nie in der Lage (König Gustav, Napoleon, Hitler, USA) Rußland einzunehmen und zu kolonialisieren! Das ist das größte Problem des Westens!

7)  Rußland hat eine integrative und adaptive Kultur: Periodische Modernisierungsschübe gab es in Rußland immer, u.a. westliche (deutsch-amerikanische) Finanz-Hilfe für die sowjetische Revolution (Lenin+Stalin), aber das Russische blieb immer weiter bestehen. Moskau ist Integrationszentrum des eurasischen Raumes.

Deutsche Spuren in Russland (21.02.16)

8) Rußland ist ein „Entwicklungsland neuen Typs“ – Das heutige Rußland ist noch nicht fertig; es ist in Bewegung …,

Rußland ist sehr verwundbar, auch, weil es immer noch traumatisiert ist

  • vom 2. Weltkrieg 1941-1945 mit den Millionen Menschenopfern (27 Millionen getötete Sowjetbürger; mit 6,2 Millionen Toten und rund 23 Millionen Verwundeten und Vermissten erlitt die Rote Armee die größten Verlusten aller Kriegsparteien);
  • von den Säuberungen Josef Stalins und des KGB mit massiver politischer Verfolgung, Folterung und Tötung einzelner Menschen, ganzer Völker bzw. ethnischer Minderheiten in der Sowjetunion (Schätzungen zwischen 4 bis 20 Millionen Toten): „Großer Terrors“ 1936–1939, sibirische Straflager und Verbannung,
  • von den Zerstörungen Rußlands zwischen 1990 und 2000 bei Auflösung der Sowjetunion mit seiner gesamten Volkswirtschaft, des Verteidigungssystems „Warschauer Pakt“, dem Bildungssystem, vor allem aber durch den Zusammenbruch der sozialen Strukturen.

Rußland steht vor der Herausforderung und der Möglichkeit, ein gesellschaftliches Leben zu kreieren, das noch nicht da war. Das ist ein offener Prozess, bei dem noch unklar ist, wohin es geht –  nicht kapitalistisch (nach westlichem Verständnis), aber zugleich mit traditioneller Gemeinschaftsstruktur  (in Rußland haben in einer „Korporativen Struktur“ Staatsanteilen die Oligarchen eingebunden) …

Schlußfolgerungen:

Existentielles Interesse Rußlands, die Verhältnisse in der Welt zu stabilisieren! (im Gegensatz zum Gegner (USA + Europa), der die Welt de-stabilisieren will!)

  • Michael Gorbatschow mußte das Ende der Sowjetzeit einleiten (u.a. wegen zu hoher Verteidigungskosten, zu geringer Erlöse aus Rohstoffhandel), wurde dabei betrogen (u.a. durch Osterweiterung der NATO). Deshalb wird er im Großteil der russischen Bevölkerung gehaßt.
  • Boris Jelzin glaubte im Westen anzukommen und überließ das Rußland dem IWF und USA-Konzernen zum Ausverkauf
  • Wladimir Putin schaffte es, das Land wieder sozial zu stabilisieren (inneres Krisenmanagement), und zum Integrationsknoten Eurasiens zu machen. Dafür wird er in der russischen Bevölkerung geliebt! Diese Stabilisierung hat Putin nach außen gebracht (erstmals 2007 Sicherheitskonferenz München, zuletzt militärisches Einschreiten Rußlands in den Syrien-Krieg als letzter Stein der USA-Globalstrategie)
  • Putin ist heute weltweit der entscheidende Krisenmanager (neben den Chinesen, siehe Davos-Konferenz im Januar 2017)
  • Demnach ist Rußland in keinster Weise an einer Destabilisierung der weltweiten Verhältnisse interessiert. Die weltweite Politik Rußlands geschieht zum eigenen Schutz der speziellen Nationalstaatsordnung Rußlands, damit sich Rußland weiter entwickeln kann.

Kai Ehlers: Rußland steht noch vor vielen Problemen

Wladimir Putin verfolgte (bisher) die Mission des Schutzes des russischen Landes und der Bekräftigung des Patriotismus sowie der grundlegenden Verbesserung des Lebensstandards.

Nachdem sich Rußland unter Führung von Wladimir Putin nach außen von einigen Problemen befreien konnte (der militärischen Bedrohung seitens der USA und NATO) und seinen entsprechend starken Platz in der Gemeinschaft der Nationen (besonders als „Krisenmanager“ für die Stabilität der Nationalstaaten) wieder eingenommen hat, kann es sich mehr um innenpolitische Probleme kümmern. Dazu gehören u.a.

  • Stärkung von Selbstverwaltungen im Lande gegenüber bürokratischer, zentralistischer Staatsverwaltung
  • Entwicklung einer politischen Opposition und der Mitsprache der Bevölkerung gegenüber der alten Mentalität der Nichtduldung  „politischer Aufmüpfigkeit“ sowie der „politischen Apathie“ der Bevölkerung gegenüber innenpolitischen Entscheidungen
  • Sicherung des Wohlstandes in der Gesamtbevölkerung gegenüber dem Wohlstand (und Reichtum) einer Elite aus Bürokraten, Verwaltungsbeamten und gut vernetzten Geschäftsleuten.
  • Verstärkung von Rechtssprechung (u.a. unabhängige Richter) gegenüber Machtmißbrauch und Korruption
  • Wiederbelebung der Tradition hoher Bildung gegenüber großen Bildungsdefiziten in der heutigen Bevölkerung
  • Disharmonie zwischen Entwicklung des Zentrums (Moskau) und der Regionen (insbesondere Ferner Osten, Hoher Norden, Sibirien)
  • Befreiung von Ressourcen-Abhängigkeit des Landes (Erdöl, Erdgas) und Waffenexport
  • Befreiung von Handelssanktionen westlicher Länder gegen Rußland durch inländische Wirtschafts-Entwicklung und neue Allianzen (u.a. BRICS-Staaten)
  • Die Konstellation der Führung des Landes (Staatsspitze) ist ein kritischer Punkt für die Zukunft Rußlands

Für einige interne, rußlandfreundliche Kenner der Situation ist dies der Hauptgrund sogar für die Prognose  eines Zusammenbruchs Rußlands. „Denn die dringend benötigten politischen und wirtschaftlichen Reformen sind unter diesen Umständen nicht zu verwirklichen.“ (Sergej Petrow)

International steht Rußland ebenso vor der (gemeinsamen) Lösung von zentralen Problemen der Menschheit

  • Globalisierung: Der Nationalstaat ist heute in internationale Beziehungen überholt. Auf dieser Basis müßten neue Lösungen kommen
  • Kapitalismus: Grundlegende Auflösung des Wachstumszwangs der Produktionsweise der kapitalistischen Gesellschaft
  • Leben der Menschheit: Russisch-traditionelle und neue Formen der Selbstorganisation, der Selbstversorgung usw.

siehe auch: http://www.kai-ehlers.de/

Willy Wimmer (07.04.2016) wird von Wladimir Putin persönlich übersetzt 

Willy Wimmer: Was Rußland wichtig ist

  • Beachtung des Völkerrechts
  • Beachtung des Friedens
  • Zu den Werten der Nation stehen
  • Zu den Werten der Familie stehen
  • Zu den Werten des Glaubens stehen

Putin; Für die russischen Menschen ist das Patriotismus-Gefühl und die nationale Identifizierung sehr wichtig. Dieses Gefühl geht heute in einigen Ländern Europas verloren. Bei uns Russen sitzt die Liebe zur Heimat im Herzen. Ein Hauptbestandteil des Nationalbewußtseins der Russen ist der Patriotismus. Putin zitiert Dimitrij Sergejewitsch Lichatschow: „Patriotismus unterscheidet sich grundlegend vom Nationalismus. Der Nationalismus ist der Hass gegenüber anderen Völkern. Der Patriotismus ist die Liebe zur eigenen Heimat.“

Peter Scholl-Latour: Der neue Kalte Krieg mit Russland (2012)

Rußland und die USA 2017

Im Kern wollen weder Donald Trump noch Wladimir Putin durch das internationale Handeln ihren Ländern Instabilität bewirken, denn sie brauchen Ruhe für die Lösung der inländischen Probleme.

(Quelle: Newsletter „Unangreifbar Leben“ <unangreifbar.leben@vnr.srv3.de>, 22.2.2017)

5 Fakten, die belegen, dass die beiden mächtigsten Männer der Welt auf einer Wellenlänge sind!

  1. Syrien-Krieg: Trump und Putin wollen gemeinsam gegen den internationalen Terrorismus und Extremismus vorgehen. Vor allem gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).Die Hoffnung ist groß, dass es deshalb auf syrischem Staatsterritorium keine militärische Konfrontation zwischen Moskau und Washington geben wird.
  2. Ukraine-Krim-Krise: Aller Voraussicht nach wird es auch neue Verhandlungen in Bezug auf die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zur Lösung des Konflikts in der Ostukraine geben.Denn dieses ist noch immer nicht vollständig umgesetzt. Schlimmer für EU-und Ukraine-Politiker, die der neuen Männerfreundschaft mit großem Argwohn begegnen: Trump will nach eigenen Angaben erwägen, die Annexion der Krim anzuerkennen!
  3. Russland-Sanktionen: Donald Trump hegt gegen diese Sanktionen große Zweifel, will diese vielleicht sogar aufheben. Der Kreml-Chef natürlich auch.Und das aus gutem Grund: Der zukünftige US-Präsident ist durch und durch ein Business man. Sicher sind ihm Geschäfte mit dem Riesenreich lieber, als weiter darauf zu verzichten.Tatsächlich haben die Sanktionen nichts am Status quo zwischen der Ukraine und Russland in der Krimfrage geändert. Selbst wenn die EU diese erst vor Kurzem um ein weiteres halbes Jahr verlängert hat.
  4. „Starke Hand“ & Patriotismus: Putin und Trump favorisieren die Politik der „starken Hand“. Das heißt, dass sie ihre Nationen mit einer strengeren Ordnung führen wollen; mit moderater Härte und klaren Regeln.In weiten Teilen Russlands und der USA kommt das vor allem in diesen schwierigen und unsicheren Zeiten gut an. Das bedeutet für die Amerikaner aber auch eine teilweise Abkehr von der liberalen politischen Tradition.„Make America great again“ oder kurz: „America first“ war Trumps Wahlspruch. Und Putin vertritt das, was die Mehrheit seiner Bevölkerung von ihm erwartet: „Russland den Russen“. Sie sehen also: Auch in puncto Patriotismus sind sich die beiden mächtigsten Männer der Welt einig.
  5. Political Correctness & Populismus: Weder Trump noch Putin halten sich an die ungeschriebenen Regeln der Political Correctness, die mitunter zu einer Heuchelei mutiert ist.Oder anders ausgedrückt als sprachliche Zensur oder Einschränkung verstanden werden kann. Deshalb werfen ihnen ihre Kritiker auch Populismus vor. Ganz bewusst spielen der künftige Boss des Weißen Hauses und der Kreml-Chef die Karte der Ablehnung von Machteliten und sprechen mit der Stimme des Volkes. Das macht ihre Beliebtheit mit aus.

Geschichte Rußlands:

Peter Scholl-Latour (2006): Russland im Zangengriff- Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam

1917 – Das russische Wunder. Eine Geschichte der russischen Revolution

1990 – Der Untergang der Sowjetunion – Von Gorbatschow bis Putin

2010 – Andrej Karaulow: Wie Putin Russland stark machte  

Aufgeweckten ist es schon länger klar. Die westliche Mainstream-Medien Berichterstattung zeichnet ein Bild über Russland und Vladimir Putin, welches nicht der Realität entspricht. Die Doku „Putin – Der Unbekannte“ zeigt unzensiert, was wirklich in Russland vor sich geht.

Einige programmatische Reden von Waldimir Putin

25.09.2001 – Rede Wladimir Putins im Deutschen Bundestag

Wortprotokoll

2007 – Rede Waldimir Putins auf der Münchner Sicherheitskonferenz

Keiner wollte Warnungen hören. Doch nach 10 Jahren haben sich alle erfüllt.

Die Grenzen der Diskussionsmöglichkeiten in dieser Münchener Konferenz  zeigten sich schon 2007, als Wladimir Putin

  • vor einer Eskalation warnte,
  • einen Abrüstungsstau ausmachte und
  • sich für eine multipolare Welt aussprach.

Auch in diesen Tagen 2017 war in dieser Münchener „Sicherheits-„Konferenz nicht das Thema Abrüstung und Entspannung, sondern Aufrüstung und Konfrontation mit Rußland!

„Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist“ (vollständiger Text)

  • Die monopolare Welt: „Es ist die Welt eines einzigen Hausherren, eines Souveräns. Und das ist am Ende nicht nur tödlich für alle, die sich innerhalb dieses Systems befinden, sondern auch für den Souverän selbst, weil es ihn von innen zerstört.“
  • „Heute beobachten wir eine fast unbegrenzte, hypertrophierte Anwendung von Gewalt in den internationalen Beziehungen“
  • „Man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen“
  • „Abrüstungs-Stau“
  • Die Militarisierung des Weltalls: „Die Militarisierung des Weltraums kann, nach Auffassung Russlands, für die Weltgemeinschaft unvorhersehbare Folgen provozieren – nicht weniger als zu Beginn der Kernwaffenära. Wir haben nicht nur einmal Initiativen vorgelegt, die auf den Verzicht auf Waffen im Kosmos gerichtet waren.“
  • Vertrag über die konventionellen Streitkräfte in Europa: „Die NATO-Länder haben offen erklärt, dass sie den Vertrag, einschließlich der Festlegungen über Begrenzungen bei der Stationierung einer bestimmten Stärke von Streitkräften an den Flanken, so lange nicht ratifizieren werden, bis Russland seine Basen in Moldawien und Georgien schließt.“
  • Die NATO-Erweiterung ist ein „provozierender Faktor“
  • Das iranische Nuklearprogramm
  • Internationale Zusammenarbeit im Energie-Sektor
  • Russland und die Welthandelsorganisation (WTO)
  • Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)
  • „Russland ist ein Land mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte und fast immer hatte es das Privileg, eine unabhängige Außenpolitik führen zu können.
    Wir werden an dieser Tradition auch heute nichts ändern. Dabei sehen wir sehr genau, wie sich die Welt verändert hat, schätzen realistisch unsere eigenen Möglichkeiten und unser Potenzial ein. Und natürlich möchten wir gerne mit verantwortungsvollen und ebenfalls selbstständigen Partnern zusammenarbeiten am Aufbau einer gerechten und demokratischen Welt, in der Sicherheit und Aufblühen nicht nur für Auserwählte, sondern für alle gewährleistet ist.“

Rückblick auf Münchner Sicherheitskonferenz: 10 Jahre nach Putins Kultrede

18.03.2014  – Rede von Präsident Wladimir Putin zum Beitritt der Krim vor beiden Häusern des russischen Parlaments

Wortlaut der Rede

28.09.2015 – Rede von Waldimir Putin vor der UNO

Wortlauf der Rede (Deutsch)

10.07.2015 – Putin über die Welt der Zukunft ohne US-Herrschaft (Treffen der BRIC-Staaten)

30.08.2015- Wladimir Putin zählt die 3 größten Verbrechen der USA auf

19.06.2015 – Wladimir Putin auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg/Russland

Die wichtigsten Aussagen von Rußlands Präsident Wladimir Putin über die Weltpolitik!

26.10.2015 – Rede von Wladimir Putin vor dem Waldai-Club (deutsche Übersetzung)

 27.10.2016 – Rede von Wladimir Putin auf der 13. Jahrestagung des internationalen Diskussionsclubs Valdai in Sotschi

21.06.2016: Wladimir Putin: Russland hat genug – Wollt ihr den dritten Weltkrieg haben?

17.02.2017 – Erklärung Waldimir Putins über die NATO vor Geheimdiestvertretern

Mit kritischen Worten äußerte sich Russlands Präsident Wladimir Putin vor Geheimdienstvertretern über die NATO. Das transatlantische Militärbündnis verfolge weiter das Ziel, Russland in eine Konfrontation zu drängen. Überdies mische sich die Allianz in innere russische Angelegenheiten ein

Quelle: deutsch.rt.com, 17.02.2017

Ich, Putin Ein Porträt (2012)

09.02.2017 – Russischer Außenminister: Wenn die Diplomaten verstummen, beginnen die Kanonen zu sprechen

16.02.2017 – Russischer Außenminister Lawrow – Das Zeitalter der Vasallen-Politik des Westens neigt sich dem Ende zu

Russische Top-Diplomaten sterben

20.02.2017: Putin „tief bestürzt“ über Tod des russischen UN-Botschafters Tschurkin

26.01.2017: Indien: Russischer Botschafter ist tot

10.01.2017: Griechenland: Russischer Top-Diplomat stirbt mysteriös

30.12.2016: Russischer Öl-Manager und Top-Agent stirbt in Moskau

20.12.2016: Moskau: Hoher russischer Diplomat in Moskau erschossen aufgefunden

18.12.2016: Türkei: Russischer Botschafter nach Attentat tot

Rußlands neue militärische Stärke

„Nach dem man Sowjetunion zerschlagen hat, hat man natürlich auch die Militärausgaben in Russland gekürzt. Nur an einer Zahl erkennt man, wie stark die Vernichtung war. Wenn vor der Zerschlagung es in der Sowjetunion ca. 24.000 Betriebe gab, die für den Rüstungssektor gearbeitet haben, überlebten die „wilden“ 90er Jahr nur 1200 Betriebe! Nur 5% der Betriebe haben überlebt, die absichtliche und bewusste Vernichtung der russischen Rüstungsindustrie.

Fast das gleiche Bild ist auch in anderen Branchen passiert. Durch absichtliche Vernichtung der russischen Wirtschaft, hat Russland in den 90er Jahren, ca. 75% seiner Wirtschaftsleistungen verloren! Nicht nur ganze Betriebe, ganze BRANCHEN wurden vernichtet!“ (Quelle: seewald.ru)

Unter Führung von Wladimir Putin wurden die Militärstreitkraft Rußlands total reformiert und umfangreiche Modernisierung der Streitkräfte vorgenommen. In vielen Bereichen befindet sich die Russische Armee auf supermodernstem Stand (u.a. funkelektronischen Niederhaltung, mehrschichtiges Luftverteidigungssystem, mobiler Raketenkomplex CLUB-K) und in voller und flexibler Einsatzbereitschaft.

Der Militärhistoriker Peter Feist: Rußland hat seine Armee dermaßen modernisiert, daß sie bis auf den Nuklearbereich die USA überall abgehängt haben.

Die mächtige Russische Armee ist fähig und bereit, ihre Heimat vor jedem möglichen Aggressor zu verteidigen. Dies haben Russlands Streitkräfte nicht nur ein Mal unmissverständlich unter Beweis gestellt.

Oktoberklub – Meinst Du die Russen wollen Krieg?

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