Nur zu 10 % wird heute Deine Karriere durch Deine Leistung beeinflusst!

Eine Studie des Computerriesen IBM untersuchte, welche Faktoren heute eine Karriere von Angestellten in einem Unternehmen WIRKLICH fördert! Das Ergebnis:
  • Die Qualität der Arbeit und die Leistung machen 10 Prozent aus.
  • Das Image und die Selbstdarstellung 30 Prozent
  • Der Bekanntheitsgrad 60 Prozent!
Die Interpretation der Studie belege angeblich, daß Leistung der Angestellten von den Chefs vorausgesetzt würde. Ein Buchhalter müsse selbstverständlich Belege buchen und eine Sekretärin Termine verwalten können!
NEIN: Schon lange entscheidet nicht mehr die Qualität eines Produktes, einer Dienst-Leistung oder eines Menschen über den Erfolg, sondern die Vermarktung.
Klappern gehört zum Handwerk!
Vor einem Boxkampf schlägt ein Boxer mit seinen Sprüchen über die Stränge. Wir halten das für normal. Er mache doch nur auf sich aufmerksam!
Nur wer laut genug klingelt, der wird gehört und dem wird (wegen des Klingelns und nicht wegen der Leistungsfähigkeit) geglaubt und das Vorankommen ermöglicht.
Beförderungen oder gute Projekte erhälst Du nur, wenn Du die richtigen Leute (die wichtigen Vorgesetzten, die Entscheider oder Auftraggeber) positiv auf Dich und Deine „Einzigartigkeit“ aufmerksam machst und von Dir überzeugst.
Wer sympathisch ist, dem wird geholfen!
Der Mensch trifft innerhalb weniger Sekunden eine Einschätzung über Sympathie oder Antipathie des Menschen gegenüber. Menschen mit „ähnlichen Merkmalen“ (z.B. gleiches Land, gleicher Dialekt, gleiche Ausbildung) erhalten einen Sympathiebonus. Und dieser Eindruck wirkt sich dann auf die nachfolgende Kommunikation und Interaktion aus. Wir treten Menschen freundlicher und unterstützender gegenüber, die uns sympathischer sind.
– „sympathisch verkauft“: beeindrucke weiter die Chefs positiv, in dem Du ihnen nach dem Munde redest
– „Sex verkauft“: schlafe Dich weiter nach oben
– „Plappere nach!“: Du kannst es bis an die Spitze schaffen, wenn Du sagst, was alle oder die Chefs sagen.
– „Jeder hat seinen Preis“: Für Geld machen viele Menschen (fast) alles.
– „Lasse Dich korrumpieren“ – sonst wird Dir der Weg nach ober versperrt!

Erfolgreich zu klappern will gelernt sein! 

Es geht hier um gute „Selbst-Vermarktung“! 
Man müsse Head-Hunter in eigener Sache sein;
sich selbst einen Top-Job beschaffen, ohne daß die Stelle überhaupt ausgeschrieben ist;
den künftigen Vorgesetzten davon überzeugen, dass man die Ideal-Besetzung für eine Position ist (auch wenn andere besser sein sollten).
Ein Top-Manager brauche Bekanntheit: 
„Man vertraut nur dem, den man kennt“, sagt Marketingexperte Heribert Meffert. Bei all dem ist Geduld gefragt: Zwei Jahre dauert es allein schon, um Bekanntheit in den wichtigen Kreisen zu erlangen. Um schließlich Vertrauen zu genießen, muss man ungefähr zehn Jahre kalkulieren.
Man müsse sich selbst zur Marke machen:
Managementberaterin Dorothee Echter: „Wer eine große Karriere anstrebt, muss das eigene Anliegen als Marke formulieren.“
Doch genau da beißt sich die Katze in den Schwanz, denn die Basis der Markenbildung sei:
– das Können (höchste Expertise im eigenen Fachbereich), 
– die einmalige Persönlichkeit und 
– die Kontinuität. 
„Die Marke ist weder hohles Image noch Schauspielerei. Sie ist vielmehr die Essenz einer Persönlichkeit, ihr inneres Anliegen und Antrieb“, sagt Dorothea Assig, die nach Selbstdarstellung Topmanagement Coach und führt Managementpersönlichkeiten zu großen Karrieren und nachhaltiger Reputation.“ ist.

„Wofür stehe ich?“

Das sei nach Dorothea Assig die erste Coaching-Frage, um selbst zur Marke zu werden.
Ja, und mit der ehrlichen Antwort darauf, paßt der Selbstvermarktungskram nicht mehr.
Wozu soll ich Klappern lernen müssen, wenn ich nicht dafür stehe?
Die beste Werbung ist doch die, die keine braucht, weil jemand etwas Gutes und Wertvolles gibt und das durch Mundpropaganda „viral“ weitergesagt wird.
Ein guter alter Kaufmannsspruch zur Ankurbelung des Empfehlungsgeschäftes lautete:
„Wenn Sie mit unseren Leistungen zufrieden sind, dann sagen Sie es doch bitte den Anderen. Und falls Sie mal nicht so zufrieden sind, dann sagen Sie es bitte nur mir.“
Gute Leistung muß (wird) wieder hohen Wert bekommen, nicht Klappern! 
Sonst entstehen immer wieder diese „Nieten in Nadelstreifen“ in den Top-Positionen!
 
Nur zur historischen Erinnerung:
Die letzte gesellschaftspolitische Vision für das Sozialismus-Modell der DDR (Deutsche Demokratische Republik) hieß:
„Jeder nach seinen Fähigkeiten und jedem nach seiner Leistung“
Und die weiterreichende Vision einer kommunistischen Gesellschaft lautete:
„Jeder nach seinen Fähigkeiten und jedem nach seinen Bedürfnissen.“

Hiervon können wir im heutigen Kapitalismus noch nicht einmal träumen!
Hier gilt immer noch: Der (Geld-)SCHEIN bestimmt das Sein!