Die weisen Frauen (und Männer) kehren zurück – eine Generation wacht auf!

Weisheit als Essenz vom Wahrnehmen und Erfahren des Lebens. „Weisheit als in Liebe gewebtes Wissen und Erfahrung zum Wohle aller.“ (Inaqiawa)

  • Welcher Sinn liegt in den individuellen und kollektiven Erfahrungen?
  • Was können wir für das weitere Leben daraus entnehmen?
  • Was haben wir daraus gelernt und wollen es bewahren!
Von Anfang des Erdenlebens an verehrten in allen Kulturen die Menschen die Ur-Mutter, die Göttin, und erkannten diese in den Frauen. In matriarchalen Kulturen verehrten (und verehren heute noch) die Menschen die große Mutter als das Allumfassende.
Die Weisheit der Frauen über das universelle und irdische Leben sowie ihre Fähigkeiten der Verbindung zu anderen Welten wurde geschätzt und genutzt.
Das uralte Wissen der weisen Frauen (und auch von Männern) eines Lebens im Einklang mit der Natur sollte in Europa spätestens durch Verbrennung der Hexen und Christianisierung der Bevölkerung sowie Durchsetzung eines patriarchalischen Lebens vernichtet werden. 
Der Rat der Weisen oder die Stammesältesten waren bei den Germanen, den Wikinger, bei den Indianern angesehene und wichtige Menschen bzw. Teilgruppen. Sie hatten eine entscheidende Rolle für  die Geschicke des Stammes und Volkes zu erfüllen. Noch längere Zeit verehrten die Menschen die Älteren und folgten ihrer Weisheit und ihrem Rat. Aber auch das gilt im heutigen technologischen Turboleben der Jagd nach materiell-finanziellem Reichtum kaum noch etwas. Im Gegenteil ging es jahrzehntelang um die „Jugendrevolution der 68er“, um das Abschneiden „alter Zöpfe“. Heute können 14 Jährige in 2 Wochen Internet-Millionär werden.  Tiefer kann die Menschheit nicht ins Materielle sinken.
Inspiriert durch den „Internationalen Rat der indigenen Großmütter“ dieser Erde treten auch in Europa heute wieder weise Frauen in die Öffentlichkeit, weil es höchste Zeit für eine Umkehr ist. Und: „Männer sind weise, wenn sie in sich das weibliche Prinzip leben.“ (Inaqiawa)

Rat der indigenen Großmütter („The international Council of 13 indigenous Grandmothers“)

Bildergebnis für grandmotherscouncil2004 gründeten in Süd-, Nord- und Mittelamerika 13 indigene Großmütter den Internationalen Rat der indigenen Großmütter“

Sie sind 13 Frauen, die aus allen Himmelsrichtungen kommen, alle Hautfarben haben und im Alter zwischen 60 und 90 Jahren sind.

Ihre Verbindung ist eine des Gebens, der Bildung und der Heilung von Mutter Erde und all ihren Bewohnern für die nächsten 7 Generationen – und darüber hinaus.

Die indigenen Kulturen (z.B. in Lateinamerika) wertschätzen das Alter und die Weisheit noch. Wenn eine Großmutter dort etwas sagt, dann gilt das Wort.

Bildergebnis für grandmotherscouncil

Rat der europäischen Großmütter

2015 bildeten in Italien 28 Frauen aus 17 Nationen den „Rat der europäischen Großmütter“ 

„Natürlich haben alle Stammeskulturen in Amerika, Afrika und Asien unter den Machtansprüchen, der Profitgier und der Expansion aus Europa extremes Leid erfahren. Der patriarchale Wahn: „Machet euch die Erde untertan“ hinterließ aber gerade auch in Europa katastrophale Spuren. Auch hier wurden die Menschen, vor allem Frauen, die spirituell eingebunden waren in die Natur und ihre Gesetze und danach lebten, zu Abertausenden verfolgt, gequält, verbrannt, vernichtet. Und doch gibt es auch in Europa, wie überall, Menschen, die Anschluss an das alte Wissen haben, es bewahren und weitergeben.
Wir Frauen vom Rat der Großmütter sind seit langen Jahren auf dem Weg, das alte Wissen unserer Ahninnen und unsere Spiritualität zu erinnern, in uns wieder zu beleben und nach außen zu tragen. Auf dieser Basis fanden wir zusammen und sehen uns als „indigene“ Großmütter Europas.“ (ratdergrossmuetter.org)

„Diese weibliche Großmütterkraft wird in unserer Welt dringend benötigt, um die selbstzerstörerischen Extreme zu stoppen und durch ein schöpferisches Gleichgewicht zu ersetzen.“ (grossmuetterkreis-der-externsteine.de)

Dieser Rat widmet „sich dem Sammeln, Wiederbeleben und Teilen von traditionellen und modernen Wegen des Wissens um eine tiefere Bedeutung, eine tiefere Verbindung des Lebens, zum Wohle ALLER – doch vor allem für die nächsten Generationen!“ (Kurzbericht über die Gründung des Rates der Europäischen Großmütter)

In Europa oder Deutschland der Gegenwart ist die Wertschätzung der Älteren und besonders der Großmütter etwas verschoben oder nicht mehr so wie früher. Aber Großmütter sind nicht Aufpasser der Enkelkinder, sondern sie haben andere Funktionen in ihrem Alter. Die heutige Großmutter muß (auch im profitorientierten Kapitalismus) nicht mehr etwas erreichen oder Materielles kaufen. Die originäre Aufgabe oberhalb der Mutterschaft oder Elternschaft gibt den Großmüttern den Freiraum für einen anderen Lebenssinn in der Gemeinschaft: Sicherheit durch Bewußtsein geben, das soziale Feld (der Sippe, Familie, Gruppe) stärken, wunderbare Traditionen in die neue Zukunft mitnehmen, das Lebenswerte benennen und bewahren.

Der Rat der Großmütter spricht Das Machtwort

Ausrufung im Mai 2010 auf Schloss Hambach

1 Wir sind verbunden
Wir Menschen sind nur eine von vielen Lebensformen der Erde. Du bist verbunden mit allem und Teil von allem. Alles was du tust hat eine Wirkung auf das Ganze. Lerne und respektiere die Naturgesetze! Sie wirken immer und überall!

2 Wir hüten die Weisheit
Du trägst das Wissen und die Weisheit deiner AhnInnen und der Welt in Dir.
Erinnere dich! Ehre und achte deine Wurzeln!
Entwickle dich selbst zum Wohle aller!

3 Wir wägen die Wahrheit
Menschen sehnen sich nach Gerechtigkeit, Mitfühlende Liebe führt dich auf den Weg der Wahrheit und in ein tiefes Verstehen. So heilt Schmerz.
Betrachte die Vielfalt und Unterschiedlichkeit als Bereicherung!
Im Grunde sind wir alle gleich. Handle aus deinem Mitgefühl!

4 Wir schauen in die Weite
Es gibt eine sichtbare und eine unsichtbare Welt. Beide gehören zusammen.
Lebe mit der Realität beider Welten,
damit dein Handeln weitsichtig wird!

5 Wir hören zu
Unsere Welt ist laut und atemlos geworden. Wir wissen: Alles Lebendige will sich mitteilen und will gehört werden.
Lass Dir Zeit, werde still und höre mit dem Herzen!

6 Wir erzählen unsere Geschichte
Wir sind geprägt von einer patriarchalen, verdrehten und gefälschten Geschichtsdarstellung und Berichterstattung. Die Geschichte der Frauen kommt darin nicht vor. Wir bringen sie wieder ans Licht. Du und deine Lebensgeschichte sind wichtig und Teil der Geschichte deiner Kultur.
Entdecke die Lust am Erzählen, um das Spiel des Lebens und seinen Reichtum für alle sichtbar zu machen!

7 Wir lieben
Jeder Körper ist heilig. Für die Würde und Unversehrtheit von Frauen einzustehen, ist oberstes Gebot. Das Urprinzip der Mütterlichkeit beinhaltet bedingungslose Liebe, Fürsorge, Mitgefühl, Selbstliebe und Sinnlichkeit gegenüber allem Lebendigen.
Wir rufen alle Frauen und Männer auf, nach diesen mütterlichen Prinzipien in allen gesellschaftlichen Zusammenhängen zu leben und zu handeln!

8 Wir heilen
Alle haben das Recht auf ein glückliches Leben mit gesunden Lebensgrundlagen. Alles ist eingebettet in die natürlichen Kreisläufe. Wir bestehen auf einen selbstbestimmten Umgang mit Krankheit, Gesundheit und Tod. Die Heilung mit Pflanzen gehört zum Urwissen aller Kulturen.
Setze dich auf allen Ebenen dafür ein, dass alle Wesen ein gutes Leben führen können, frei von Hunger, Massenproduktion, Gentechnik, Ausbeutung und Ausrottung.
Lass jeden Tag einen Tag der Heilung sein!

9 Wir hüten die Zukunft
Wir stehen in einer langen Ahnenreihe mit Generationen vor und nach uns. Wir tragen die Verantwortung dafür, dass kommende Generationen auf der Erde gut leben können.
Auch du bist verantwortlich für einen maßvollen, gerechten und achtsamen Umgang mit den Gaben der Erde!

10 Wir weben das Netz

Verbunden durch sichtbare und unsichtbare Fäden leben und wirken wir vielfach vernetzt.
Wir weben mit am Netz der Solidarität von Mensch zu Mensch. Niemand fällt durch die Maschen.
Knüpfe am Netz des Lebens mit all deiner Kreativität!

11 Wir gehen aufrecht
Gier und Egoismus verbreiten Lügen über die Folgen der Ausbeutung der Erde und all ihrer Geschöpfe. Dies führt zur Ausbreitung lebensfeindlicher Werte. Gehe aufrecht und mutig den Weg der Wahrheit deines Herzens.
Tritt vor, zeige dich, sei eigenmächtig.
Trenne ab, was lebensfeindlich ist!

12 Wir feiern das Leben
Das Leben ist ein Geschenk. In der Balance von Geben und Nehmen wird es zum Fest. Wenn wir den Wert des Schenkens neu erkennen, wird sich die Gesellschaft verändern.
Gib dem Dank in deinem Alltag Raum, so kann sich die Fülle über dich ausgießen. Stecke andere mit deiner Freude an!

13 Wir leben unsere Vision
Bestehende Strukturen brechen zusammen. Veränderung ist Not-wendig, wendet die Not. Wandlung ist das Prinzip des Lebens.
Lass dich mutig und bewusst auf die Wandlungsprozesse ein.
Erkenne deine Vision und lebe sie!

Inaqiawa auf dem Zweiten Quer-Denken.TV-Kongreß in Friedberg im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt.

Ziel des Rates der Europäischen Großmütter ist es, das Weibliche Prinzip zu stärken und die Rolle der Großmütter in unserer Gesellschaft erneut in den Vordergrund zu rücken.
Die Erfahrungen zeigen, daß in der Bevölkerung eine große Sehnsucht nach den Aufgaben und Aspekten der Großmütterkraft vorhanden ist.
Es sind die Lebenserfahrungen dieser Generation, die von vielen in Weisheit verwandelt wurden und so den nachfolgenden Generationen wieder zur Verfügung gestellt werden.

Inaqiawa ist Mitglied des Rates der Europäischen Großmütter. Sie ist die Vorsitzende des „Vereins Weisheit und Wissen eV“, der sich um die Förderung von Weisheit, altem und neuen Wissen in unserer Gesellschaft bemüht.

Zur Zeit beschäftigt sich Inaqiawa intensiv mit der Zeitenwende in eine neue Ära der Menschheitsgeschichte. Der große Zyklus – den bereits die Mayas beschrieben – geht zu Ende und es ist mit einem Sprung von Gaia in eine andere Dichte zu rechnen. Gaia oder besser ARTA (ihr ursprünglicher Name) wird sich neu gebären und dabei neue Möglichkeiten für die Menschheit eröffnen.

Die Ur-Mutter („Venus vom Hohle Fels“)

Dies ist die älteste bisher bekannte Menschenfigur der Welt (40.000), 2008 im Hohle Fels bei Schelklingen entdeckt, sechs Zentimeter große, aus Mammut-Elfenbein.

„Die Göttin selbst, Mutter aller und Vor-Bild der Menschenfrau. Bär-Mutter, Ursa Major: die Große Bärin und GeBärerin. ….

So gesehen ist die Frau vom Hohle Fels eine Politikerin. SIE ist die First Lady. Wenn wir, IHRE Töchter, uns der Bedeutung IHRES Erscheinens tatsächlich stellen, bleibt nichts mehr, wie es war. Die Dimension IHRER Erscheinung als zurzeit ältesten Figur der Welt – und das als Frauenfigur- ist für uns Frauen unermesslich, maßlos. Welch tiefes Erinnern und Erwachen: SIE zeigt sich – und damit jede Frau – als GeBärMutter, Künstlerin, Denkerin, Priesterin, Göttin: unvorstellbare Tiefen im kollektiven Bewusstsein der Menschheit. Welche Mut machenden Kräfte für uns spirituell politische Frauen von heute schlummern in dieser Figur, wenn wir SIE so erkennen.

Alles zeigt sich in IHREN sechskommadrei Zentimetern Elfenbein, vierzigtausend Jahre alt: schwebende Brüste, markanter Schoß, Heiterkeit, Selbstverstand.

Ich bin der Schoß,

der alles gebiert.

Ich bin das Tor zur Welt

und der Busen, der Euch nährt.

Ich bin die EINE in jeder Frau.
Alles liegt symbolisch auf und in unserer Hand: Wenn SIE sprechen will, spricht SIE durch uns. Wenn SIE handeln will, handeln wir. Das Politische in der weiblichen Spiritualität ist das Wirken der Großen Mutter, welches bei unserem Tun und Sein als Frau zum Ausdruck kommt. Wenn wir uns an SIE, die EINE, die Einheit von Mensch&Kosmos, Frau&Leben erinnern, erinnert SIE SELBST sich in uns und erwacht mit uns für eine neue Zeit.“

(godeweg.de)

Ressourcen

Carol Schäfer: Die Botschaft der weisen Alten: Der spirituelle Rat der Großmütter (Dezember 2007) 

Diese Großmütter strahlen eine Weisheit aus, die von überliefertem Wissen unserer Vorfahren geprägt ist und weder durch politische noch kulturelle Einflüsse unserer Gesellschaft verunreinigt wurde. Sie geben die Antwort auf Fragen zum Zustand unserer Welt – und nicht nur das: Sie weisen den Weg in eine Zukunft, die wir uns wünschen, auch wenn wir sie nicht mehr für realisierbar halten. Dieses Buch hat eine Nachricht: Es ist noch nicht zu spät!

Taschenbuch: 224 Seiten

Verlag: Allegria Taschenbuch (Dezember 2007)

ISBN-10: 3548743846

Quelle Titelbild: Original Venus vom Hohlefels, Thilo Parg / Wikimedia Commons